Aktualisiert 12.01.2013 13:48

AutobrancheVW, BMW & Co. brausen mit Vollgas in die USA

Während die Autoabsätze in Europa immer tiefer einbrechen, boomt der Markt in den USA: ein Plus von 13 Prozent auf über 14 Millionen Autos im vergangenen Jahr.

Bei Porsche legten die Verkäufe um 20,7 Prozent auf 35'043 Wagen zu.

Bei Porsche legten die Verkäufe um 20,7 Prozent auf 35'043 Wagen zu.

Die deutschen Hersteller Daimler, BMW, VW, Audi und Porsche surfen in den USA auf einer Erfolgswelle: Sie steigerten ihre Verkäufe sogar um über 21 Prozent auf 1,27 Millionen Stück.Daher können die Deutschen mit breiter Brust bei der wichtigsten US-Autoshow kommende Woche in Detroit vorfahren. 2013 spielen sie weiter auf Angriff. Am Eriesee wollen die Deutschen die zweite Stufe einer Diesel-Initiative abschiessen.

Wie wichtig die USA den Deutschen sind, zeigen die neuen Modelle, die dort zum ersten Mal präsentiert werden. Mercedes hat die völlig erneuerte E-Klasse dabei. Das wichtigste Modell der Schwaben bekam den wohl grössten Facelift aller Zeiten: Auch Seiten, Haube, Motoren und Hilfselektronik wurden überarbeitet.

VW zeigt nach Presseberichten die Studie eines neuen Geländewagens, der zwischen den Erfolgsmodellen Tiguan und Touareg angesiedelt werden soll. Tochter Audi hat zwei PS-starke S-Modelle dabei, und BMW zeigt ein Hochleistungscoupé mit 560 PS.

US-Markt soll noch stärker zulegen

Im laufenden Jahr soll der US-Markt angesichts der leichten, aber spürbaren wirtschaftlichen Erholung noch stärker zulegen: Fachleute rechnen mit 15,5 Millionen Stück - fünfmal so viel wie in Deutschland. Die Deutschen wollen nun den in den USA in Pkw unüblichen Diesel noch stärker ins Gespräch bringen: Zusätzliche Modelle sollen den sparsamen Antrieb bekommen.

Zwar liegen die Dieselautos noch im einstelligen Prozentbereich beim US-Gesamtabsatz (Deutschland etwa die Hälfte), aber die US-Hersteller wachen langsam auf: Der Cruze von Chevrolet (GM) bekommt nun auch einen Zweiliter-Dieselmotor. Der Schritt fiel GM wohl nicht schwer. Der Cruze ist die US-Version des Opel-Astra, der Dieselmotor kommt auch aus Europa.

(dapd)

Marke Volkswagen 2012 mit deutlich höherem Absatz

Der Autohersteller Volkswagen hat mit seiner Stammmarke im vergangenen Jahr deutlich mehr Absatz erzielt. Weltweit verkaufte VW 5,74 Millionen PKW und damit 12,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Konzern am Freitag in Wolfsburg mitteilte.

Während der VW-Absatz auf dem schrumpfenden europäischen Markt und auch in Deutschland infolge der Wirtschaftskrise schleppend lief, legte der Verkauf auf dem grössten Einzelmarkt China um fast ein Viertel auf 2,15 Millionen Autos zu. In den USA stiegen die Verkäufe dem Konzern zufolge um 35 Prozent auf 438'100 Fahrzeuge an. (sda)

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