VW kauft Europcar für 2,5 Milliarden Euro – für Abo- oder Carsharing
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Für Abo- oder CarsharingVW kauft Europcar für 2,5 Milliarden Euro zurück

Nach zähen Verhandlungen übernimmt Volkswagen Europcar. Der Autovermieter mit Stationen an Flughäfen, Bahnhöfen und in Innenstädten soll beim Aufbau von VWs Mobilitätsplattform helfen.

von
Fabian Pöschl
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VW hat sich mit Europcar auf eine Übernahme geeinigt.

VW hat sich mit Europcar auf eine Übernahme geeinigt.

Marc Tirl/dpa-Zentralbild/dpa
VW bezahlt 50 Cent pro Aktie von Europcar.

VW bezahlt 50 Cent pro Aktie von Europcar.

imago images/Geisser
Das entspricht einem Kaufpreis von 2,5 Milliarden Euro.

Das entspricht einem Kaufpreis von 2,5 Milliarden Euro.

REUTERS

Darum gehts

  • VW kauft Europcar.

  • Der deutsche Autokonzern bezahlt dafür 2,5 Milliarden Euro.

  • Mit Europcar will VW seine Mobilitätsplattform ausbauen.

Nach langem Hin und Her hat Europcar das Übernahmeangebot von Volkswagen (VW) angenommen. Eine Interessensgemeinschaft unter Führung des deutschen Autokonzerns bezahlt 50 Cent pro Aktie, wie VW in einer Mitteilung schreibt. Das entspricht einem Kaufpreis von 2,5 Milliarden Euro für den französischen Autovermieter.

Zustimmung für den Deal gabs bereits vom VW-Aufsichtsrat und den Hedgefonds, die die Mehrheit an Europcar besitzen. Nur die französische Börsenaufsicht muss den Kauf noch absegnen. Europcar soll bis Ende des Jahres oder im ersten Quartal 2022 wieder zum VW-Konzern gehören (siehe Box).

Zurück bei VW

Europcar war bereits in den 90er-Jahren Teil des VW-Konzerns. 2006 verkauften die Niedersachsen den Autoverleiher aber mit der Begründung, sich auf das Kerngeschäft konzentrieren zu wollen, wie die «Handelszeitung» schreibt. Nun folgte also das Umdenken bei VW. Wegen den Einschränkungen im Reisesektor durch die Corona-Pandemie kam Europcar massiv in Bedrängnis, musste Ende des Jahres umgebaut werden und kam in den Mehrheitsbesitz von Hedgefonds.

Laut VW-CEO Herbert Diess soll Europcar eine zentrale Rolle beim Aufbau einer Mobilitätsplattform bekommen. Europas führender Autovermieter verfüge über ein breites Netz von Stationen an Flughäfen, Bahnhöfen und in Innenstädten.

Die Kundschaft wünsche sich zunehmend Alternativen zum eigenen Auto, wie ein Abo- oder Carsharing-Modell. Der deutsche Autoriese verspricht sich mit solchen Zusatzdiensten ein grosses Geschäft. So soll es bis 2029 etwa auch Autopiloten zum Freischalten geben.

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