Aktualisiert 13.08.2009 20:39

3,3 Milliarden EuroVW übernimmt 42 Prozent an Porsche

Volkswagen steigt für 3,3 Milliarden Euro mit zunächst 42 Prozent beim Sportwagenbauer Porsche ein. Im Jahr 2011 soll es dann zu einer vollständigen Verschmelzung beider Firmen kommen.

Das haben die Aufsichtsräte beider Unternehmen am Donnerstag in Wolfsburg einer Grundlagenvereinbarung abgemacht. Bei beiden Firmen ist eine Kapitalerhöhung geplant. VW verspricht sich von dem Zusammenschluss Synergieeffekte von 700 Millionen Euro im Jahr, wie der Konzern mitteilte.

Weiter ist vorgesehen, dass Volkswagen von den Familien Porsche und Piech das Vertriebsgeschäft der Porsche Holding Salzburg, des grössten europäischen Autohändlers, übernimmt. Grösster Aktionär des integrierten Konzern bleiben die Familien Porsche und Piech, wie VW-Chef Martin Winterkorn sagte. Neuer strategischer Investor werde das Emirat Katar. Die Stellung des Grossaktionärs Niedersachsen werde künftig in der Satzung von Volkswagen ausdrücklich verankert. Dabei soll dem Land die Entsendung zweier Aufsichtsräte in das VW-Kontrollgremium zustehen.

Mit dem Beschluss endet ein jahrelanges Tauziehen um die Macht bei den beiden Autoherstellern. Porsche hatte sich seit 2005 Schritt für Schritt bei VW eingekauft. Am Ende hatte Porsche bei dem Übernahmeversuch eine Schuldenlast von 10 Milliarden Euro angehäuft, die der Sportwagenbauer nicht mehr tragen konnte. Aufgrund der finanziellen Notlage wurde im Frühjahr die Idee vom Einstieg von VW bei Porsche geboren. Der Autogigant wird auch nach der Fusion mit Porsche weiter «Volkswagen» heissen, ein neuer Name ist vom Tisch, wie es hiess. (dapd)

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