Autodieb erschosssen: Waadtländer Polizist wurde beurlaubt
Aktualisiert

Autodieb erschosssenWaadtländer Polizist wurde beurlaubt

Der Polizist, der am Sonntag einen Autodieb auf der Autobahn A1 erschossen hatte, ist beurlaubt worden.

Der Waadtländer Polizist ist seit acht Jahren bei der Polizei. Der Mann wurde nach dem Gebrauch der Schusswaffe beurlaubt und erhält psychologische Unterstützung.

Der Polizist sei am Sonntag in Begleitung eines Vorgesetzten gewesen, der seinerseits schon seit 18 Jahren bei der Polizei arbeite, sagte am Montag Jean-Christophe Sauterel, Mediensprecher der Waadtländer Kantonspolizei, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Parallel zur Strafuntersuchung ist nun auch eine interne Administrativuntersuchung eröffnet worden. Diese wird jedes Mal automatisch eingeleitet, sobald Schusswaffen eingesetzt wurden.

Schuss auf Menschen eine Seltenheit

Laut Sauterel ist es sehr selten, dass ein Polizist auf eine Person schiesst. Die eingeleiteten Untersuchungen würden zeigen, ob der Gebrauch der Schusswaffe den internen Regeln entsprochen habe oder nicht, so der Mediensprecher.

Der zuständige Untersuchungsrichter aus dem Kanton Freiburg wollte am Montag keine Auskünfte geben. Eine Medienkonferenz ist jedoch für den Dienstag vorgesehen. Weil der tödliche Schuss auf Freiburger Kantonsgebiet fiel, sind die Freiburger Behörden für den Fall zuständig.

Das Drama ereignete sich in der Nacht auf Sonntag gegen 3 Uhr auf der Autobahn A1 in Richtung Lausanne. Im Tunnel bei Sévaz FR hatte die Waadtländer Polizei eine Sperre errichtet. Als das gestohlene Fahrzeug auf die Ordnungshüter zu raste, feuerte ein Polizist mehrere Schüsse ab. Dabei traf er einen 20-jährigen, in Frankreich wohnhaften Franzosen tödlich.

(sda)

Deine Meinung