Wachsende Empörung über Journalisten-Morde
Aktualisiert

Wachsende Empörung über Journalisten-Morde

Unbekannte haben am Montag auf den Philippinen einen Radiomoderator erschossen. Ferdie Lintuan hatte gerade seine Morgensendung beendet und das Studio in Davao verlassen, als er gemeinsam mit zwei Kollegen in seinem Auto überfallen wurde.

Das teilte ein Berater von Präsidentin Gloria Arroyo mit. Der Witwer Lintuan, Vater von vier Kindern im Schulalter, ist der fünfte Journalist, der in diesem Jahr auf den Philippinen ermordet wurde. Seine beiden Begleiter blieben unverletzt.

Arroyo steht auch international unter wachsendem Druck, den Attentaten auf linke Dissidenten und Journalisten in ihrem Land ein Ende zu machen. Das Motiv für den Anschlag vom Montag war zunächst unbekannt.

Der Präsidentenberater erläuterte jedoch, schon vor mehreren Jahren sei Lintuan Ziel eines Anschlags kommunistischer Rebellen von der Neuen Volksarmee (NPA) gewesen. Damals seien sechs Kollegen Lintuans ebenfalls in der Stadt Davao getötet worden.

Die NPA kündigte unterdessen einen Waffenstillstand für Weihnachten und Neujahr an. Die philippinische Armee hat ihrerseits bereits Mitte Dezember eine dreiwöchige Waffenruhe verkündet. Im seit knapp vier Jahrzehnten anhaltenden Kampf der NPA für einen kommunistischen Staat sind über 40 000 Menschen getötet worden. (sda)

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