Sinkende Geburtenrate – Wachstum der Weltbevölkerung schrumpft um einen Drittel
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Sinkende GeburtenrateWachstum der Weltbevölkerung schrumpft um einen Drittel

Seit 1990 hat der Anstieg der weltweit lebenden Menschen um einen Drittel abgenommen. Weiterhin würden Teenager-Schwangerschaften aber viele junge Mütter in die Armut treiben.

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In den letzten 30 Jahren wuchs die Weltbevölkerung nicht mehr so schnell an wie zuvor.

In den letzten 30 Jahren wuchs die Weltbevölkerung nicht mehr so schnell an wie zuvor.

Reuters/Asmaa Waguih
Dies zeigt ein neuer Bericht der Deutschen Stiftung für Weltbevölkerung.

Dies zeigt ein neuer Bericht der Deutschen Stiftung für Weltbevölkerung.

Reuters
Demnach ging die Wachstumsrate der Weltbevölkerung seit 1990 um fast einen Drittel zurück.

Demnach ging die Wachstumsrate der Weltbevölkerung seit 1990 um fast einen Drittel zurück.

Reuters

Darum gehts

  • Das Anwachsen der Weltbevölkerung hat sich in den letzten 30 Jahren verlangsamt.

  • Das zeigt ein Bericht der Deutschen Stiftung für Weltbevölkerung.

  • Die höchste Geburtenrate der Welt wurde in den afrikanischen Staaten südlich der Sahara verzeichnet.

Das Wachstum der Weltbevölkerung ist in den vergangenen 30 Jahren um etwa einen Drittel zurückgegangen. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten neuen Bericht der Deutschen Stiftung für Weltbevölkerung in Hannover hervor. Grund dafür ist vor allem die gesunkene Geburtenrate. Sie ging von 3,2 Kindern je Frau 1990 auf heute durchschnittlich 2,3 Kinder pro Frau zurück, wie die Stiftung mitteilte. Zwischen den Ländern variieren die Werte stark.

So verzeichnen die afrikanischen Staaten südlich der Sahara mit 4,7 die aktuell höchste Geburtenrate der Welt. In Ländern mit hohem Einkommen liegt sie dagegen durchschnittlich bei 1,8. Ein besonderes Problem gebe es in Ländern mit einem Mangel an modernen Verhütungsmitteln und vielen Teenagerschwangerschaften, erklärten die Fachleute. Die Gesamtzahl der Menschen auf der Welt beziffern sie in ihrem neuen Datenreport für 2021 auf etwa 7,9 Milliarden.

Fehlende Verhütungsmöglichkeiten

Die Stiftung forderte einen verstärkten internationalen Kampf gegen ungewollte Teenagerschwangerschaften. «Wegen früher Schwangerschaften geraten Tausende Mädchen jedes Jahr in eine Armutsspirale», erklärte Geschäftsführer Jan Kreutzberg.


In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara seien 16 Prozent der Geburten auf Teenagerschwangerschaften zurückzuführen. Etwa die Hälfte der Frauen, die dort eine Schwangerschaft vermeiden wolle, habe keinen Zugang zu Verhütungsmitteln, fügte Kreutzberg an. Wenn Jugendliche aber nicht wählen könnten, ob sie ein Kind bekämen, werde ihnen damit das Selbstbestimmungsrecht verwehrt.


Die DSW ist eine Entwicklungshilfeorganisation. Sie konzentriert sich nach eigenen Angaben vor allem auf die Bereiche Gesundheit, Familienplanung und Gleichberechtigung. Eines ihrer Kernziele ist dabei, jungen Menschen zu «selbstbestimmten Entscheidungen» über ihre Sexualität und Verhütung zu verhelfen. Sie kooperiert mit einer weiteren Organisation namens World Population Bureau, beide veröffentlichen gemeinsam regelmässig Daten und Berichte.

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(AFP/bho)

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