Spreitenbach AG: Wägeli-Diebe zahlen jetzt 200 Franken Busse
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Spreitenbach AGWägeli-Diebe zahlen jetzt 200 Franken Busse

Kunden des Shoppi Tivoli transportieren ihre Einkäufe mit Wägeli gern nach Hause und lassen diese dort stehen. Die Gemeinde hat nun das Polizeigesetz angepasst.

von
tam
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Bala Palanivel vom Hausdienst macht jeden Morgen eine Tour durchs Quartier, um die mitgenommenen Wägeli einzusammeln.

Bala Palanivel vom Hausdienst macht jeden Morgen eine Tour durchs Quartier, um die mitgenommenen Wägeli einzusammeln.

Screenshot Tele M1
Rund hundert Einkaufswägeli fehlen jeden Abend im Shoppi Tivoli.

Rund hundert Einkaufswägeli fehlen jeden Abend im Shoppi Tivoli.

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Der Shoppi-Tivoli-Chef will Wägeli-Diebe künftig anzeigen.

Der Shoppi-Tivoli-Chef will Wägeli-Diebe künftig anzeigen.

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Im Shoppi Tivoli in Spreitenbach fehlen jeden Abend 70 bis 80 Einkaufswagen. Die Kunden transportieren ihre Einkäufe bequem nach Hause und bringen die Wägeli nicht mehr zurück. So stehen im Dorf jeden Tag einige herum. Der Hausdienst machte deshalb jeden Morgen eine Tour durchs Quartier, um sie einzusammeln, wie Tele M1 im Oktober 2018 berichtete.

Das Einkaufszentrum hat deshalb Verbotsschilder aufgestellt und Sicherheitsleute engagiert. Doch das brachte nicht den gewünschten Erfolg. «Die Massnahmen brachten schon eine Verbesserung. Pro Woche wurden aber weiterhin etwa 120 Wägeli entwendet», sagt Shoppi-Tivoli-CEO Patrick Stäuble zur «Aargauer Zeitung».

«Nicht ausreichend gefruchtet»

Nun hat die Gemeinde Spreitenbach in der Zwischenzeit reagiert und das Polizeigesetz angepasst, weil die bisherigen Massnahmen nicht ausreichend gefruchtet hätten, wie es im Bericht heisst. Die Entwendung eines Einkaufswagens, der auf öffentlichem Grund stehen gelassen wird, kann mit einer Busse von bis zu 200 Franken belegt werden – wenn der Wägeli-Dieb auf frischer Tat ertappt wird.

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