St. Moritz: Wände der 180-Mio-Villa sind mit Nerz tapeziert
Aktualisiert

St. MoritzWände der 180-Mio-Villa sind mit Nerz tapeziert

Eine Luxusvilla in St. Moritz ist zum Verkauf ausgeschrieben für den Preis von 180 Millionen Franken. Es ist damit eine der teuersten Immobilien auf der Welt.

von
Thomas Mathis
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Die elf Meter hohen Fenster im Eingangsbereich bieten einen fantastischen Blick auf die Alpen.

Die elf Meter hohen Fenster im Eingangsbereich bieten einen fantastischen Blick auf die Alpen.

Yves Garneau/Senada Adzem
Die Luxusvilla am Suvretta-Hang hat einen direkten Zugang zu Skipiste.

Die Luxusvilla am Suvretta-Hang hat einen direkten Zugang zu Skipiste.

Yves Garneau/Senada Adzem
Von der Terrasse aus lassen sich Berge und Seen bestaunen.

Von der Terrasse aus lassen sich Berge und Seen bestaunen.

Yves Garneau/Senada Adzem

Die Luxusvilla «The Lonsdaleite» am Suvretta-Hang in St. Moritz gehört zu den teuersten Luxusvillen, die derzeit auf dem Weltmarkt sind. Der Marktwert beträgt 180 Millionen Franken, berichtet die amerikanische Fernsehstation CNBC in der Sendung «Secret Lives of the Super Rich» (Das verborgene Leben von Superreichen). Der Sender hatte die Möglichkeit, einen exklusiven Blick ins Innere zu werfen.

Auf insgesamt 5600 Quadratmetern trifft modernste Ingenieurskunst auf edelste Materialien. Das entspricht einem kleinen Fussballfeld. Darin untergebracht sind ein unterirdischer See, ein Heimkino, fünf Badezimmer, eine Bibliothek und ein Weinkeller. Alleine das Heimkino habe einen Wert von 1,3 Millionen Franken. Zu den Highlights gehört auch ein Skiraum, von dem aus man Zugang zur Skipiste hat. Eigens für das Frühstück gibt es einen Raum in Form einer Eierschale.

11 Meter hohe Fenster mit Alpenblick

Rückgrat der Villa bildet ein sechseckiges Treppenhaus, das die sieben Etagen miteinander verbindet. Die Ingenieure haben es so konstruiert, dass keine tragenden Balken sichtbar sind. Im Eingangsbereich können durch knapp elf Meter hohe Fenster die Alpen bestaunt werden. Von aussen dominieren Steine und Glas das Aussehen des Gebäudes.

Die Gesamtverantwortung für die Entwicklung und den Bau hatte Leandro Testa. Er ist Mitinhaber des St. Moritzer Unternehmens Latesta. «Das Projekt war einzigartig und anspruchsvoll. Es kann kaum mit anderen Projekten verglichen werden», so Testa. Die komplexen Geometrien, die Baumaterialien und die Haustechnik hätten die Ingenieure stark gefordert. «Die über acht Meter hohen Fenster mussten zum Beispiel so konstruiert werden, dass sie den grossen Temperaturschwankungen und Schneelasten auf dem Dach standhalten können.»

Nerz, Kaschmirwolle und Onyx

Bei der Innenausstattung wurden nur die edelsten Materialien verwendet. Die Wände sind mit Nerz, Kaschmirwolle und Onyx tapeziert oder auch mit 24-karätigem Gold bemalt. Überall sind besondere Funktionen eingebaut. In der Garage lässt sich das parkierte Auto etwa auf einer speziellen Platte um die eigene Achse drehen.

Besonders exklusiv ist auch der Wellness-Bereich, der mit Himalaya-Salz ausgekleidet ist. Einen Stock tiefer liegt ein unterirdischer See. Dieser Raum wird mit Kristalleuchtern von Swarovski beleuchtet und an der Decke lässt sich Venezianische Kunst bestaunen.

«Bauherr hat sich einen Traum verwirklicht»

Der Bauherr habe sich an der Gestaltung der Räume massgeblich beteiligt, sagt Testa. «Mit diesem Haus konnte er sich einen Traum verwirklichen.» Mittlerweile ist der Bauherr verstorben. Darum steht die Villa am Suvretta-Hang zum Verkauf. Die Lage des Hauses ist wegen der vielen berühmten Hausbesitzer auch als Beverly Hills der Schweiz bekannt.

Barbara Jost-Derksen, Geschäftsführerin der Engel und Völkers Filiale in St. Moritz, vermutet, dass es einige Interessenten für das Objekt gibt. «In Toplagen wie dem Suvretta-Hang werden immer noch um die 40'000 Franken pro Quadratmeter gezahlt.» Es handle sich dabei um sogenannte Liebhaberobjekte. Zur Käuferschaft zählten insbesondere jene Personen, die durch den Besitz eines solchen Objekts ihren Status nach aussen tragen möchten.

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