Pratteln BL: Wäre Leinenpflicht eingehalten worden, würde dieser Biber noch leben

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Pratteln BLWäre Leinenpflicht eingehalten worden, würde dieser Biber noch leben

Beim Hülftenfall an der Ergolz in Pratteln wurde ein Biber vermutlich von einem freilaufenden Hund totgebissen. Das gleiche, sehr zutrauliche Tier war noch am Vorabend fotografiert worden.

von
Lukas Hausendorf
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Totgebissen wurde ein junger Biber unterhalb des Hülftenfalls in Pratteln am Donnerstag aufgefunden. Der Täter war mutmasslich ein freilaufender Hund.

Totgebissen wurde ein junger Biber unterhalb des Hülftenfalls in Pratteln am Donnerstag aufgefunden. Der Täter war mutmasslich ein freilaufender Hund.

Biberfachstelle BL
Noch am Vorabend beobachteten und fotografierten Passanten den sehr zutraulichen Biber und meldeten die Sichtung der Biberfachstelle.

Noch am Vorabend beobachteten und fotografierten Passanten den sehr zutraulichen Biber und meldeten die Sichtung der Biberfachstelle.

Biberfachstelle BL
Der Hülftenfall liegt etwas ausserhalb von Pratteln an der Ergolz.

Der Hülftenfall liegt etwas ausserhalb von Pratteln an der Ergolz.

Google Maps

Im Kanton Baselland wurde am Mittwoch ein Biber tot aufgefunden, wie die kantonale Biberfachstelle mitteilt. Das sehr zutrauliche Jungtier sei noch am Vorabend von Passanten beobachtet und fotografiert worden. Vermutlich sei der Biber von einem freilaufenden Hund totgebissen worden. Was eigentlich nicht hätte passieren dürfen, denn es gilt wegen der Brut- und Setzzeit noch bis am 31. Juli Leinenpflicht im Kanton Baselland.

Die Spaziergänger, die den Biber fotografiert hatten, meldeten die Sichtung der Biberfachstelle. Ein Mitarbeiter der Jagd- und Fischereiverwaltung wurde in der Folge aufgeboten, um das Tier wieder über den Wasserfall flussaufwärts zu bringen. Denn der Biber gehörte vermutlich zu einer Familie die oberhalb des Hülftenfalls lebt. Der Mitarbeiter konnte das Tier aber nur noch tot auffinden. 

Jungtiere seien durch freilaufende Hunde besonders gefährdet, so die Biberfachstelle in ihrer Mitteilung. Deshalb gilt die gesetzliche Leinenpflicht vom 1. April bis 31. Juli im Wald und in Waldesnähe. Auch entlang von Gewässern und Gebüschen sei es angebracht, den Hund in dieser Zeit anzuleinen. Weiter sollten Jungtiere auch nicht berührt werden, da sie sonst von den Eltern verstossen werden können.  

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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