Variante Omikron – «Wäre nicht erstaunt, wenn neue Mutation bereits in der Schweiz wäre»
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Variante Omikron«Wäre nicht erstaunt, wenn neue Mutation bereits in der Schweiz wäre»

Entstünden neue Virusvarianten irgendwo auf der Welt, zirkulierten diese relativ schnell, sagt ein Epidemiologe. Daher schliesst er nicht aus, dass B.1.1.529 auch hierzulande schon da ist.

von
Bettina Zanni
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«Wenn neue Virusvarianten irgendwo auf der Welt entstehen, dann zirkulieren diese leider relativ schnell», sagt Epidemiologe Jürg Utzinger.

«Wenn neue Virusvarianten irgendwo auf der Welt entstehen, dann zirkulieren diese leider relativ schnell», sagt Epidemiologe Jürg Utzinger.

20min/Taddeo Cerletti
Laut dem Bundesamt für Gesundheit wurde die Variante mit dem Gensequenzierungs-Überwachungsprogramm bislang in der Schweiz noch nicht nachgewiesen.

Laut dem Bundesamt für Gesundheit wurde die Variante mit dem Gensequenzierungs-Überwachungsprogramm bislang in der Schweiz noch nicht nachgewiesen.

20min/Taddeo Cerletti
Er wäre nicht erstaunt, wenn die neue Mutation bereits in der Schweiz angekommen wäre, sagt Utzinger.

Er wäre nicht erstaunt, wenn die neue Mutation bereits in der Schweiz angekommen wäre, sagt Utzinger.

STPH

Darum gehts

  • Belgien meldet als erstes europäisches Land eine Infektion mit der neuen Mutation B.1.1.529.

  • Epidemiologe Jürg Utzinger wäre nicht erstaunt, wenn die Mutation bereits in der Schweiz angekommen wäre.

  • Auch die Delta- und Beta-Variante waren schon im Land, bevor sie nachgewiesen wurden.

Die neue und möglicherweise gefährlichere Corona-Mutation, die zuerst in Südafrika nachgewiesen wurde, hat bereits Europa erreicht. Am Freitag meldete Belgien als erstes europäisches Land eine Infektion mit B.1.1.529. Das Virus soll bei einer jungen Frau auf der Rückreise aus Ägypten festgestellt worden sein.

Laut dem Bundesamt für Gesundheit wurde die Variante mit dem Gensequenzierungs-Überwachungsprogramm bislang in der Schweiz noch nicht nachgewiesen. Jürg Utzinger, Epidemiologe und Direktor des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts (Swiss TPH), wäre nicht erstaunt, wenn die neue Mutation bereits in der Schweiz angekommen wäre.

«Wenn neue Virusvarianten irgendwo auf der Welt entstehen, dann zirkulieren diese leider relativ schnell», sagt Utzinger. Dies hänge auch mit den stark vernetzten Ländern und dem Personenverkehr zusammen. «Es vergehen jedoch einige Tage, bis die Variante auch in der Schweiz im Labor identifiziert werden kann.»

Delta-Variante war auch schon früher im Land

Damit würde sich das bisherige Schema der Ausbreitung von Mutationen bestätigen. Im April bestätigte das BAG den ersten Fall einer Infektion mit der Delta-Variante. Betroffen war ein Passagier, der via Transitflughafen einreiste. Die Probe der infizierten Person aus dem Kanton Solothurn stammte jedoch von Ende März.

Ähnlich verhielt es sich mit der Variante Alpha (B.1.1.7) die zuerst in Grossbritannien entdeckt wurde. So tauchte diese bereits am neunten Dezember 2020 in Abwasserproben auf. Erstmals in einem positiven Corona-Test nachgewiesen wurde die Mutation jedoch erst zwei Wochen später.

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