«Wäre schön» – Vaduz-Stürmer hofft auf Bier oder Kebab als Dankeschön
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Nach 37 Jahren ist Winti zurück«Wäre schön» – Vaduz-Stürmer hofft auf Bier oder Kebab als Dankeschön

Mit seinen zwei Toren schiesst Tunahan Cicek den FC Aarau ins Elend – und sorgt dafür, dass Winti in die Super League zurückkehrt sowie Schaffhausen in der Barrage antreten darf.

von
Nils Hänggi

Winterthur gewinnt mit 5:0 gegen Kriens und steigt auf. 

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Darum gehts

37 Jahre musste der FC Winterthur warten. Nun hat es der Schweizer Kultclub endlich wieder geschafft, er ist zurück in der Super League. Gleich mit 5:0 fegt der Verein von Trainer Alex Frei Absteiger Kriens vom Feld. Nachher meint Frei, der vom FCB umworben wird:  «Es gibt einen Fussball-Gott.» Im Interview mit blue hat der Nati-Rekordtorschütze Tränen in den Augen. Seine Spieler lassen ihn hochleben und duschen ihn mit Bier. 

Ja, die Freude, sie ist unermesslich in Winterthur. Nicht nur bei den Spielern und den Funktionären. Nach dem Schlusspfiff stürmen beispielsweise die Fans, die in Winterthur geblieben sind, um den Match zu sehen, den Rasen. Es sind stürmische Szenen. Auch Beni Thurnheer ist auf dem Feld und feiert mit den Winti-Fans. Wie Frei wird auch er mit Bier geduscht. Der Kult-Sportreporter ist seit Jahren grosser FCW-Fan. Kurz: Die ganze Stadt ist im Ausnahmezustand.

Stürmer Tunahan Cicek schiesst zwei Tore gegen den FC Aarau. 

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«Wir wussten, dass wir ab heute Ferien haben»

Und die Party wird noch grösser, als gegen 1.20 Uhr die Extrazüge aus Kriens in Winterthur ankommen. Rund 1400 Anhängerinnen und Anhänger begleiteten den Verein zur letzten Saisonpartie. Der Extrazug wäre früher angekommen, wenn die SBB nicht eine spezielle Aktion gemacht hätten. So haben sich die SBB entschieden, den Zug über Aarau zu leiten. Sodass die Winti-Fans die Gelegenheit haben, die Aarauerinnen und Aarauer zu foppen – und sich beim FC Vaduz zu bedanken. 

Apropos Vaduz: Stürmer Tunahan Cicek gelingen gegen den FCA gleich beide Treffer. Nach der Partie sagt er: «Ja, ich bin der Partycrasher. Es tut mir leid für Aarau, aber so ist der Fussball.» Auf die Frage, ob er noch etwas aus Schaffhausen oder Winterthur erwartet, meint Cicek mit einem Lachen: «Es wäre natürlich schön, wenn wir ein bisschen Bier oder einen Kebab bekommen.» Er freue sich für die Teams, die aufsteigen. Während der Partie habe er aber nicht an sie gedacht. «Wir wussten, dass wir ab heute Ferien haben, da hauten wir alles raus!» 

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