Aktualisiert 13.08.2009 14:04

RheinmetallWaffen top, Auto flop

Die tiefe Krise der Automobilindustrie hat beim Mischkonzern Rheinmetall im ersten Halbjahr rote Zahlen verursacht. Die Gewinnsteigerung im Rüstungsbereich konnte den Einbruch nicht ausgleichen.

Rheinmetall schrieb einen Verlust von 63 Millionen Euro, der Umsatz sank um 20 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Fehlbetrag von 71 Millionen Euro.

Der Umsatz der Automobilsparte brach um 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. Der Geschäftsbereich machte 129 Millionen Euro Verlust (EBIT). Dennoch zeichnet sich nach Angaben des Unternehmens eine Entspannung der Lage ab. Der operative Verlust war im zweiten Quartal nur halb so hoch gewesen wie im ersten. Nach Angaben des Konzerns drückte ausserdem eine Neuordnung des Automobilbereiches.

Rüstungsbereich soll 2009 Verluste ausgleichen

Der Rüstungsbereich, zu dem auch die ehemalige Oerlikon-Contraves gehört, hingegen konnte seinen Gewinn sogar im zweistelligen Millionenbereich auf 70 Millionen Euro steigern. Durch die im Vorjahr noch nicht vollständig enthaltenen Umsätze von zwei Tochtergesellschaften stieg der Gesamtumsatz der Rüstungssparte um 7 Prozent. Mit dem zum Stichtag noch nicht gebuchten Schützenpanzer Puma - dem mit rund 1,3 Milliarden Euro grössten Einzelauftrag in der Konzerngeschichte - ist das Jahresziel von 5 Milliarden Euro bereits fast erreicht.

Rheinmetall hält damit an seiner bisherigen Prognose für das Gesamtjahr 2009 fest, ein positives Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern zu erzielen. Es werde mit einer Fortsetzung des positiven Trends im Rüstungsbereich gerechnet. Die Entwicklung auf den Automobilmärkten sei zwar nach wie vor unsicher, dennoch gehe man von einer weiteren Entschärfung der Produktionsrückgänge aus. (dapd)

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