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Waffendiebstahl: Zwei Junge rüsteten auf

Zwei junge Luzerner haben bei mehr als 20 Einbrüchen ein wahres Waffenarsenal, Munition und Armeeausrüstung zusammengeklaut. Von einem der beiden Waffennarren wird jetzt ein psychologisches Gutachten erstellt.

Die Luzerner Kantonspolizei hat die beiden 19- bzw. 21-jährigen Schweizer Mitte Juli festgenommen. Sie verübten zwischen April 2006 und Juli 2007 Einbrüche und klauten dabei unter anderem ein Sturmgewehr 90, eine Pistole, viele Schuss Munition sowie Panzergeschosse. Das Diebesgut hat einen Wert von über 40000 Franken.

Ihre Beute holten sich die jungen Männer unter anderem in Kellerabteilen, Jagdhütten, Schützenständen und Luftschutzkellern. Erfolglos verlief dagegen ein Einbruchsversuch in ein Munitionslager der Armee. Welche Gegenstände wo gestohlen wurden, konnte die Kantonspolizei gestern nicht exakt bestimmen.

Die Täter wohnen im Kanton Luzern und arbeiten als Bäcker und Handwerker. Als Tatmotiv gaben sie an, dass sie von Waffen und Munition begeistert seien. «Beim 21-jährigen Haupttäter wird nun ein psychologisches Gutachten erstellt», sagt Simon Kopp, Sprecher der Luzerner Strafuntersuchungsbehörden. Zur Tatzeit absolvierte er die Rekrutenschule. Die Armee hat ihn sofort entlassen.

Barbara Senn

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