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HalbjahresverlustWaffenschmiede Rheinmetall sieht rot

Die weltweite Wirtschaftskrise bekommt auch der Rüstungskonzern Rheinmetall zu spüren. Wichtige Kundenstaaten haben ihre Budgets gekürzt und weniger Waffen gekauft.

Seit der Übernahme der Waffenfabrik Oerlikon-Contraves im Jahr 1999 ist Rheinmetall auch in der Schweiz vertreten. In Altdorf werden etwa Hülsen für Munition produziert.

Seit der Übernahme der Waffenfabrik Oerlikon-Contraves im Jahr 1999 ist Rheinmetall auch in der Schweiz vertreten. In Altdorf werden etwa Hülsen für Munition produziert.

Restrukturierungskosten und laue Rüstungsgeschäfte haben dem deutschen Rüstungs- und Industriekonzern Rheinmetall im ersten Halbjahr rote Zahlen eingebrockt. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, lag der operative Verlust (EBIT) bei 18 Mio. Euro nach einem Gewinn von 123 Mio. Euro vor Jahresfrist.

Der Umsatz schrumpfte in den ersten sechs Monaten um acht Prozent auf 2,062 Mrd. Euro. Während sich Rheinmetall im Geschäft mit der Autoindustrie behauptet habe, habe der Rüstungsbereich unter den Budgetkürzungen wichtiger Kundenstaaten gelitten, erklärte Konzernchef Armin Papperger. Die Restrukturierungsaufwendungen bezifferte er mit 47 Mio. Euro.

Mit Ex-Oerlikon-Contraves auch in der Schweiz vertreten

Rheinmetall hatte wegen der enttäuschenden Entwicklung bereits vor zwei Wochen seine Jahresprognose reduziert. Für den Konzern erwartet Papperger bei einem Jahresumsatz zwischen 4,7 und 4,8 Mrd. Euro nun nur noch einen operativen Gewinn vor Restrukturierungsmassnahmen von 180 bis 200 Mio. Euro, verglichen mit einer ursprünglichen Prognose von 240 bis 260 Mio. Euro.

Seit der Übernahme der Waffenfabrik Oerlikon-Contraves im Jahr 1999 ist Rheinmetall auch in der Schweiz vertreten. Die Sparte wird unter dem Namen Rheinmetall Air Defence weitergeführt. (sda)

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