Aktualisiert 20.07.2005 13:59

Waffenstillstand in Aceh gebrochen

Trotz der Einigung auf ein Friedensabkommen für Aceh ist es in der indonesischen Provinz offenbar erneut zu tödlichen Gefechten gekommen.

Vertreter der Rebellen und der indonesischen Streitkräfte berichteten am Dienstag übereinstimmend, seit dem Durchbruch bei Verhandlungen in Finnland am Wochenende habe es mehrere Tote gegeben.

Beide Seiten machten sich gegenseitig für die Gewalt verantwortlich. Ein Militärsprecher warf den Rebellen vor, von den Streitkräften bereits geräumte Gebiete besetzt und hilflose Dorfbewohner erschossen zu haben. Dagegen erklärte Rebellensprecher Sofyan Dawood, die Gewalt gehe von den Streitkräften aus und habe seit Sonntag zehn Menschen das Leben gekostet, darunter fünf Rebellen, drei Soldaten und zwei Zivilisten.

Die politische Führung der separatistischen Bewegung Freies Aceh (GAM) und Vertreter der indonesischen Regierung hatten am Sonntag in Helsinki erklärt, sie hätten ein Friedensabkommen erzielt. Es soll am 15. August in der finnischen Hauptstadt formell unterzeichnet werden.

(dapd)

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