Wahlen: Quittung für Verkehrssünder
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Wahlen: Quittung für Verkehrssünder

Die im National- und Ständerat in jüngster Zeit als Verkehrssünder ins Gerede gekommenen Parlamentarier haben bei den Wahlen schlecht abgeschnitten.

Der wegen Fahrens in angetrunkenen Zustand noch nicht rechtskräftig verurteilte Berner FDP-Nationalrat Marc F. Suter wurde abgewählt. Das gleiche Schicksal ereilte CVP-Nationalrat Francois Lachat im Kanton Jura, der im August nach einem spektakulären Autounfall in Pruntrut in die Schlagzeilen geraten war. Ob ihm die intensive und umstrittene Medienberichterstattung um den Unfall geschadet habe, sei sehr schwierig zu sagen, sagte Lachat am Montag auf Anfrage der AP. Im Kanton Tessin erreichte der bisherige CVP-Ständerat Filippo Lombardi das absolute Mehr nicht auf auf Anhieb. Deshalb muss er sich einem zweiten Wahlgang stellen. Der 47-jährige Lombardi war erst Anfang Oktober im Tessin wegen Rasens und weiterer Strassenverkehrsdelikte zu 20 Tagen Gefängnis bedingt verurteilt worden. Anders sieht es bei der Neuenburger SP-Nationalrätin Valerie Garbani aus, die mit einem zweimonatigen Führerausweisentzug und einer Busse bestraft worden war, nachdem sie Anfang Jahr nach einem Abendessen mit Freunden alkoholisiert in eine Polizeikontrolle geraten war. Die 37-jährige Garbani wurde am Wochenende im Kanton Neuenburg mit dem zweitbesten Resultat als Nationalrätin für eine zweite Legislaturperiode bestätigt. (dapd)

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