Wahlfälscher in Simbabwe festgenommen
Aktualisiert

Wahlfälscher in Simbabwe festgenommen

Die Polizei in Simbabwe hat nach Medienberichten fünf Wahlbeamte unter dem Vorwurf der Fälschung von Ergebnissen festgenommen.

Sie hätten dem langjährigen Amtsinhaber Robert Mugabe fast 5000 Stimmen weniger zuerkannt, als tatsächlich für ihn abgegeben worden seien, berichtete die Zeitung «The Herald».

Mit Spannung wurde die für Dienstag angekündigte Entscheidung eines Gerichts erwartet, das über die Klage der oppositionellen Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) auf sofortige Veröffentlichung des Präsidentenwahlergebnisses zu befinden hat. Bei der Parlamentswahl hat die ZANU-PF erstmals seit der Unabhängigkeit von Grossbritannien vor 28 Jahren ihre Mehrheit verloren. Das amtliche Ergebnis dieser Wahl liegt schon seit vergangener Woche vor.

Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die simbabwische Wahlkommission auf, das Ergebnis der Präsidentenwahl «schnell und transparent» zu veröffentlichen. Ban sei darüber besorgt, dass das Ergebnis trotz einer in der Verfassung festgeschriebenen Frist noch immer nicht bekanntgegeben worden sei, sagte UN-Sprecherin Michele Montas am Montag in New York.

Nach der Wahl am 29. März erklärte sich Oppositionskandidat Morgan Tsvangirai zum Sieger, der langjährige Amtsinhaber Robert Mugabe räumte ein, dass er nicht gewonnen habe. Mugabe hat bereits den Wahlkampf für eine erwartete Stichwahl gegen Tsvangirai aufgenommen, die Wahlkommission aber noch kein offizielles Ergebnis veröffentlicht. Die Anhänger des Präsidenten besetzten am Sonntag rund ein Dutzend Farmen, die noch von Weissen betrieben werden. Mindestens vier Gutsbesitzer sollen von ihrem Land vertrieben worden sein. (dapd)

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