Wahlkampf-Ende im Iran

Aktualisiert

Wahlkampf-Ende im Iran

Der Wahlkampf für das Präsidentenamt im Iran ist am Donnerstagmorgen offiziell zu Ende gegangen. Bis zu dem Urnengang am Freitag sei den Kandidaten nun jegliche weitere Werbung untersagt.

Dies teilte das Teheraner Innenministerium auf seiner Website mit.

Die Gouverneure wurden demnach angewiesen, Beobachtungsteams zu bilden, die bei Fällen von Wahlbetrug sofort eingreifen sollen. Offiziellen Angaben zufolge sollen am Freitag zehntausende Sicherheitskräfte im Einsatz sein, um einen friedlichen Ablauf der Wahl zu gewährleisten.

Allein auf den Strassen Teherans sollen rund 20 000 Sicherheitskräfte präsent sein, zudem werde das Parken in der Nähe von Wahllokalen im Umkreis von 50 Metern verboten, zitierte die studentische Nachrichtenagentur Isna den Polizeichef der Hauptstadt.

Anschlagsserie

Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen waren bei einer Reihe von Anschlägen im Iran zehn Menschen getötet worden. Der scheidende iranische Präsident Mohammed Chatami hatte sich daraufhin besorgt geäussert, dass eine «organisierte Bewegung» die Wahlen zu sabotieren versuche.

Bei der Wahl konkurrieren sieben Kandidaten um das Amt des Präsidenten, unter ihnen der favorisierte ehemalige Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani und der reformorientierte Mustafa Moin. Der ultrakonservative Politiker Mohsen Resai hatte sich am Mittwoch aus dem Rennen um die Präsidentschaft zurückgezogen.

(sda)

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