Wahlkampf mit Ketchup
Aktualisiert

Wahlkampf mit Ketchup

Stramme Anhänger von US-Präsident Georg W. Bush können ihrer Gesinnung im Präsidentschaftswahlkampf nun auch beim Ketchup-Kauf Ausdruck verleihen.

Mit einer Tomatensauce, die sich als Konkurrenz zum übermächtigen Heinz-Imperium von John Kerrys Frau aufstellt. Der Präsidentschaftskandidat der Demokraten, John Kerry, ist mit der Heinz-Erbin Teresa Heinz Kerry verheiratet. Die Republikaner-Sauce wird über das Internet vertrieben.

«Sie unterstützen die Demokraten nicht, warum sollte es ihr Ketchup tun?», fragen die Anbieter auf ihrer Homepage. Daneben ist eine Ketchup-Flasche abgebildet, die im Etikett den ersten US- Präsidenten George Washington zeigt und in der Banderole deutlich auf die US-Flagge Bezug nimmt.

Im Unterschied zum Heinz-Produkt werde «W Ketchup» garantiert nur aus Zutaten aus den USA hergestellt, versichern die Hersteller. Der Marktführer Heinz habe zwar 57 verschiedene Sorten im Angebot, «aber er hat auch 57 Fabriken im Ausland. W Ketchup hat dagegen nur ein einziges Aroma: amerikanisch.»

Der Erlös komme Kindern von US-Soldaten zugute, die als «unsere mutigen Helden» im Kampf gefallen sind. Beim Kauf von Heinz- Produkten unterstützten die Käufer dagegen «Teresa und den Gulfstream-Privatjet ihres Ehemannes sowie liberale Ideen wie beispielsweise Kerry als Präsident».

(sda)

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