Aktualisiert

Wahlprognosen: Schwarze Wolken am SP-Horizont

Laut neustem Politbarometer verliert die SP deutlich und die SVP legt wieder zu.

Die SP erreicht noch 22,3 Prozent der Stimmen. Das ist der schlechteste Wert in den letzten vier Jahren. Den Grund sehen viele Genossen darin, dass der Wahlkampf fast nur noch auf SVP-Bundesrat Christoph Blocher ausgerichet ist. «Von einer Fokussierung auf Blocher profitiert nur die SVP», kritisiert der Ex-Nationalrat Peter Vollmer in der «SonntagsZeitung» seine Partei. Diese nennt als offiziellen Grund für das schlechte Abschneiden die finanziellen Möglichkeiten der SVP. Gegen deren 15-Millionen-Kampagne sei es nicht gelungen, sich als Gegenpol zu positionieren, so SP-Parteisekretär Thomas Christen.

Die SVP hat laut Isopublic-Politbarometer zugelegt. Sie kommt auf 26,1 Prozent. Trotzdem kämpft sie weiter gegen eine Abwahl von Blocher. Sie droht laut «Sonntag» für diesen Fall mit einer reinen Referendums-Organisation. Diese «Nein-Partei» soll systematisch eingreifen, wenn der SVP ein politischer Vorstoss missfällt.

Auch die FDP kämpft. Sie will ihren knappen Vorsprung auf die CVP von 0,4 Prozent halten. Präsident Fulvio Pelli griff am Wochenende Bundesrat Samuel Schmid an. Er sei ein «SVP-Alibi», der die sympathische SVP vertrete. Pelli kann sich vorstellen, ihn zu ersetzen.

cde

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