Luzerner Stadtratswahlen: Wahlwiederholung wegen Telefongespräch
Aktualisiert

Luzerner StadtratswahlenWahlwiederholung wegen Telefongespräch

Der Luzerner Stadtpräsident hat in unzulässiger Weise auf den parteilosen Kandidaten Beat Stocker eingewirkt.

Beat Stocker hatte seine Kandidatur für den zweiten Wahlgang eingereicht. Danach führte der Luzerner Stadtpräsident Urs W. Studer mit Stocker ein Telefongespräch. Stocker zog daraufhin seine Kandidatur zurück und ermöglichte so eine stille Wahl.

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass durch dieses Telefonat ein zweiter Wahlgang verhindert und das Wahlrecht der Stimmberechtigten von Luzern eingeschränkt wurde, hält die Luzerner Regierung in ihrem Entscheid nun fest.

Die Beschwerde eines SVP-Politikers wird teilweise gutgeheissen. Die stille Nachwahl vom 18. Juni wird daher aufgehoben und ein zweiter Wahlgang angeordnet. Der Littauer CVP-Politiker Stefan Roth, der am 18. Juni als gewählt erklärt wurde, muss jedoch seine Kandidatur für die zweite Runde nicht nochmals einreichen.

(sda)

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