Walchhofer doppelt nach - Didier Cuche «nur» Fünfter
Aktualisiert

Walchhofer doppelt nach - Didier Cuche «nur» Fünfter

Nach seiner hauchdünnen «Niederlage» von Donnerstag musste sich Didier Cuche auch in der zweiten Abfahrt von Bormio geschlagen geben. Wie schon am Vortag gewann der Österreicher Michael Walchhofer - Cuche wurde als bester Schweizer Fünfter.

Nach wenig erfolgreichem Saisonstart scheint Michael Walchhofer definitiv in Schwung gekommen zu sein: Nach seinem Triumph vom Vortag gewann der Österreicher in Bormio auch die zweite Weltcup-Abfahrt. Didier Cuche verpasste als Fünfter das Podium um 23 Hundertstel.

Im ersten Anlauf hatte sich Walchhofer gegenüber Cuche um einen Hundertstel durchgesetzt, doch im zweiten Rennen zeigte sich der Olympia-Zweite vergleichsweise souverän. Um 22 Hundertstel verwies der Salzburger den Italiener Peter Fill auf Platz 2. Walchhofer konnte so seinen 11. Weltcupsieg feiern, den 8. in der Sparte Abfahrt. Walchhofer war vor zwei Jahren in Garmisch der bisher Letzte gewesen, der zwei Siege in Doppel-Abfahrten errang.

Didier Cuche verlor auf Sieger Walchhofer exakt eine halbe Sekunde. Ganz so stark wie 24 Stunden zuvor kam der Neuenburger nicht über die Runden, doch er darf sich damit trösten, dass er den Abfahrts-Weltcup weiterhin anführt. 44 Punkte liegt Cuche noch immer vor Walchhofer. Verdient hat sich das der Schweizer mit einer bemerkenswerten Serie. In den fünf Abfahrten dieses Winters steht er mit drei 2. und zwei 5. Plätzen zu Buch. So konstant gut fuhr bisher kein anderer.

Neben Cuche konnte sich nurmehr Bruno Kernen als Zehnter in den Top 10 behaupten. Der Berner, Achter am Vortag, ist damit klar die Nummer 2 im Schweizer Team. Er und Cuche sind die einzigen Schweizer, die in den Abfahrten dieses Winters in die Top 10 gefahren sind. Ambrosi Hoffmann wurde 14., und auch Tobias Grünenfelder (20.) und Didier Défago (22.) sammelten noch Weltcuppunkte. Aus den hinteren Regionen konnte indes kein weiterer Schweizer mehr nach vorne. Silvan Zurbriggen (17. am Vortag) und auch Michael Bonetti (20.) schafften es nicht in die ersten 30.

Hinter Walchhofer fuhr Peter Fill zum dritten Mal in einer Abfahrt aufs Podest. Der Südtiroler war letzten Winter in Are und zum Saisonauftakt in Lake Louise auf Rang 3 gefahren, nun steigerte er sich auf Position 2. Dritter wurde wie am Vortag Walchhofers Teamkollege Mario Scheiber. Bode Miller, der in der ersten Abfahrt ausgefallen war, setzte sich als Vierter ebenfalls noch knapp vor Cuche.

Weltcup-Abfahrt der Männer:

1. Michael Walchhofer (Ö) 1:51,82.

2. Peter Fill (It) 0,22 zurück.

3. Mario Scheiber (Ö) 0,27.

4. Bode Miller (USA) 0,39. 5. Didier Cuche (Sz) 0,50. 6. Aksel Lund Svindal (No) 0,54. 7. Marco Büchel (Lie) 0,61. 8. Patrick Staudacher (It) 0,73. 9. Andrej Jerman (Sln) 0,83. 10. Bruno Kernen (Sz) 0,84.

11. Kurt Sulzenbacher (It) 0,92. 12. Roland Fischnaller (It) und Marco Sullivan (USA) 0,96. 14. Ambrosi Hoffmann (Sz) 1,02. 15. Erik Guay (Ka) 1,04. 16. Hans Grugger (Ö) und Klaus Kröll (Ö) 1,11. 18. Fritz Strobl (Ö) und Andreas Buder (Ö) 1,14. 20. Tobias Grünenfelder (Sz) 1,15.

21. Steven Nyman (USA) 1,20. 22. Didier Défago (Sz) 1,25. 23. Yannick Bertrand (Fr) 1,43. 24. Christoph Gruber (Ö) 1,59. 25. Pierre-Emmanuel Dalcin (Fr) 1,61. 26. Benjamin Raich (Ö) 1,63. 27. Stephan Keppler (De) 1,71. 28. Hermann Maier (Ö) 1,72. 29. Marc Bottollier (Fr) 1,80. 30. Patrik Järbyn (Sd) 1,88.

31. Finlay Mickel (Gb) 1,94. Ferner: 33. Scott Macartney (USA) 2,05. 35. Michael Bonetti (Sz) 2,14. 43. Silvan Zurbriggen (Sz) 2,90. 45. Olivier Brand (Sz) 3,26. 48. Cornel Züger (Sz) 3,61. -52 Fahrer gestartet, 51 klassiert. - Nicht gestartet: Antoine Dénériaz (Fr).

Technische Daten: Piste Stelvio, 2960 m Länge, 915 m HD, 39 Tore, Kurssetzer Helmut Schmalzl (FIS/It).

Männer. Gesamtwertung (nach 16 von 38 Prüfungen): 1. Aksel Lund Svindal (No) 579. 2. Bode Miller (USA) 540. 3. Didier Cuche (Sz) 535. 4. Peter Fill (It) 458. 5. Michael Walchhofer (Ö) 340. 6. Marco Büchel (Lie) 313. 7. Mario Scheiber (Ö) 299. 8. Kalle Palander (Fi) 287. 9. Ted Ligety (USA) und Benjamin Raich (Ö) 278. 11. Hermann Maier (Ö) 271. 12. Steven Nyman (USA) 260. 13. Didier Défago (Sz) 254. 14. John Kucera (Ka) 253. 15. Rainer Schönfelder (Ö) 209.

16. Markus Larsson (Sd) 198. 17. Christoph Gruber (Ö) 196. 18. François Bourque (Ka) und Fritz Strobl (Ö) 191. 20. Silvan Zurbriggen (Sz) 190. 21. Patrick Staudacher (It) 183. 22. Massimiliano Blardone (It) und Ivica Kostelic (Kro) 160. 24. Bruno Kernen (Sz) 154. 25. Andrej Jerman (Sln) 148. 26. Giorgio Rocca (It) 141. 27. Erik Guay (Ka) 136. 28. Marco Sullivan (USA) 133. 29. Thomas Grandi (Ka) und Manuel Osborne-Paradis (Ka) 129.

Ferner: 33. Marc Berthod 115. 38. Daniel Albrecht 100. 40. Ambrosi Hoffmann 99. 63. Tobias Grünenfelder 46. 83. Marc Gini 26. 109. Michael Bonetti und Carlo Janka 11. 113. Jürg Grünenfelder 10. 119. Olivier Brand 5.

Abfahrt (nach 5 von 11 Rennen): 1. Didier Cuche (Sz) 330. 2. Michael Walchhofer (Ö) 286. 3. Marco Büchel (Lie) 248. 4. Peter Fill (It) 222. 5. Steven Nyman (USA) 184. 6. Mario Scheiber (Ö) 171. 7. Bode Miller (USA) 170. 8. Andrej Jerman (Sln) 130. 9. Manuel Osborne-Paradis (Ka) 129. 10. Fritz Strobl (Ö) 126. 11. Marco Sullivan (USA) 123. 12. Aksel Lund Svindal (No) 116. 13. Bruno Kernen (Sz) 111. 14. Patrick Staudacher (It) 104. 15. Kurt Sulzenbacher (It) 102. Ferner: 18. Ambrosi Hoffmann 86. 22. Tobias Grünenfelder 46. 30. Silvan Zurbriggen 27. 32. Didier Défago 26. 40. Michael Bonetti 11. 41. Jürg Grünenfelder 10.

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