Schweizer Touristen in Sorge - Dutzende Verletzte bei Waldbränden in der Südtürkei
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Schweizer Touristen in SorgeDutzende Verletzte bei Waldbränden in der Südtürkei

Die Hitze im Süden hat erste Waldbrände zur Folge. News-Scouts berichten von Rauchwolken in der Südtürkei, die den Touristenorten gefährlich nahe kommen.

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Angela Rosser / Barbara Lanz / AFP

Vom Hotelbalkon und am Strand – die Menschen filmen die Auswirkungen der Waldbrände in der Türkei.

20min/News-Scout

Darum gehts

  • In der Südtürkei kommt es zu Waldbränden.

  • Schweizer Feriengäste schicken Bilder und Videos von riesigen dunklen Rauchwolken.

  • In der Region Antalya gibt es mehrere Verletzte.

Dichter Rauch über dem Ferienort Side: «Wir waren gerade im Fitness und wollten unsere Sachen auf den Balkon hängen, da haben wir den Rauch gesehen», erzählt eine Leserin, die mit ihrem Partner gerade Ferien in der Südtürkei macht. Sie hätten schon ein «mulmiges Gefühl» und wollten sich erst mal bei der Rezeption informieren. Auch andere News-Scouts schicken Bilder und Videos von den dichten Rauchwolken, die von Manavgat im Raum Antalya herziehen.

Obwohl es stark windet und Hubschrauber umherfliegen, hätten die Leute noch keine Angst, schreibt ein News-Scout. «Wir haben uns beim Personal vom Hotel informiert. Wir sind am Hotelstrand und die Leute sind entspannt.» Am vorigen Tag sei es 42 Grad heiss gewesen. Eine Leserin schreibt: «Viele baden unbeirrt weiter, es ist ein für uns unbekanntes Erlebnis – wir verlassen uns auf die Instruktionen des Hotelpersonals.»

Wie eine Augenzeugin um kurz vor 16 Uhr berichtet, konnte der Brand wohl unter Kontrolle gebracht werden. «Der Rauch löst sich langsam auf», berichtet sie.

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In der Südtürkei ist es zu Waldbränden gekommen.

In der Südtürkei ist es zu Waldbränden gekommen.

20min/News-Scout
Die Rauchwolken sind bis in die Touristenorte bei Side zu sehen.

Die Rauchwolken sind bis in die Touristenorte bei Side zu sehen.

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Löschhelikopter und Flugzeuge kreisen in der Gegend.

Löschhelikopter und Flugzeuge kreisen in der Gegend.

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Verletzte in Ferienregion Antalya

Gerade erst bedrohte ein Waldbrand mehrere Vororte der griechischen Hauptstadt Athen, jetzt kämpft also auch die Türkei mit dem Feuer. Wegen eines heftigen Waldbrands in der türkischen Ferienregion Antalya sind Dutzende Menschen in Krankenhäuser eingeliefert worden. Medienberichten zufolge erlitten drei von ihnen Verbrennungen, 62 Menschen, die meisten von ihnen Anwohner, hatten Beschwerden wegen der starken Rauchentwicklung.

Die Touristenorte der Region seien nicht bedroht, sagte der Bürgermeister der rund 60 Kilometer entfernten Stadt Antalya, Muhittin Böcek, der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Böcek vermutete Brandstiftung als Ursache, da an vier Stellen gleichzeitig Brände entstanden seien.

Das Feuer brach in einem Wald in Manavgat in der Provinz Antalya aus. Es breitete sich bei starkem Wind rasch aus und erreichte bewohnte Gebiete. Wegen der vorrückenden Flammen wurden vier Stadtteile von Manavgat evakuiert. Im Bezirk Kalemler wurden mehrere Häuser durch das Feuer zerstört. Dem Fernsehsender NTV zufolge brannten in einem Stadtteil 20 Gebäude nieder.

Hunderte Forstarbeiter sowie Hubschrauber und ein Flugzeug waren im Einsatz, um die Flammen einzudämmen. Bis zum Abend war das Feuer nach Behördenangaben «teilweise» unter Kontrolle.

Den Brandopfern werde jede notwendige Hilfe zukommen, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und kündigte Ermittlungen an.

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