Obwohl Tausende Kilometer entfernt - Waldbrände trüben Himmel im Tausende Kilometer entfernten New York
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Obwohl Tausende Kilometer entferntWaldbrände trüben Himmel im Tausende Kilometer entfernten New York

In Kalifornien und anderswo brennts, und an der US-Ostküste spürt man die Folgen. Die massiven Waldbrände im Westen tragen die Rauchwolken über Tausende von Kilometern hinweg.

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Seit einigen Tagen ist der Himmel über New York in eine Rauchdecke gehüllt.

Seit einigen Tagen ist der Himmel über New York in eine Rauchdecke gehüllt.

REUTERS
Die Rauchpartikel in der Luft stellen ein Gesundheitsrisiko für die Menschen dar.

Die Rauchpartikel in der Luft stellen ein Gesundheitsrisiko für die Menschen dar.

AFP
Auf den Sozialen Medien ist zu lesen, dass man den Rauch auch riechen kann.

Auf den Sozialen Medien ist zu lesen, dass man den Rauch auch riechen kann.

AFP

Darum gehts

  • Der Himmel über New York ist seit Tagen mit Rauchwolken bedeckt.

  • Diese sind nach den Waldbränden im Westen über Tausende Kilometer quer über die USA gezogen.

  • Das Phänomen ist nicht neu und dürfte in Zukunft vermehrt auftreten.

Die riesigen Waldbrände im Westen der US-Küste sind am Dienstag selbst im Tausende Kilometer entfernten New York zu spüren gewesen: Starker Wind trieb den Rauch von den Feuern in Kalifornien, Oregon, Montana und anderen Staaten im Westen bis an die Ostküste. New York war in einen Rauchschleier, auch Haze genannt, gehüllt. Die Sicht war behindert und die Luftqualität schlecht.

Die meisten New Yorker nehmen den dunklen Himmel bedrohlich wahr. Auf Twitter berichteten einige User auch, dass man den Rauch riechen könne. Der lokale Fernsehsender WLNY fing aber auch andere Stimmen ein: «Ich finde, es sieht wunderschön aus.» sagte ein Mann gegenüber einer Reporterin.

Der Rauch birgt gemäss der «New York Times» auch Gesundheitsrisiken für verletzliche Einwohnerinnen und Einwohner. Die Behörden hätten deshalb die Warnstufe erhöht. Wie die Zeitung berichtet, sollte sich der Nebel im Verlauf des Mittwochs auflösen und dann weiter Richtung Süden und damit in die Hauptstadt Washington DC ziehen.

Im Westen brennt es noch immer

In Oregon wuchs das sogenannte Bootleg Fire auf 1595 Quadratkilometer an – das ist die Hälfte der Fläche des US-Staats Rhode Island. Rauch- und Aschewolken stiegen bis zu zehn Kilometer in die Höhe. Zwei Waldbrände in der kalifornischen Sierra Nevada erfassten jeweils rund 160 Quadratkilometer. Extreme Wetterbedingungen – Trockenheit, Hitze, Blitze – erschweren die Löscharbeiten.

In der westkanadischen Provinz British Columbia gilt wegen der Brände seit Dienstag der Notstand – er erlaubt den Behörden, Massenevakuierungen anzuordnen und Schutzeinrichtungen für die in Sicherheit gebrachten Menschen einzurichten. «Wir haben einen kritischen Punkt erreicht», warnte der Minister für öffentliche Sicherheit der Provinz, Mike Farnworth.

Gegenüber der Associated Press sagt ein Meteorologe über den Rauch an der Ostküste: «Wir sehen viele Waldbrände, die eine Menge Rauch mit sich bringen. Normalerweise dünnt sich der Rauch auf dem Weg Richtung Osten aus. Im Moment liegt aber so viel in der Atmosphäre, von all diesen Feuern, dass er (über New York) immer noch ziemlich dick ist. Dieses Phänomen haben wir in den vergangenen beiden Jahren schon mehrfach beobachtet.» Die US-Ostküste hatte bereits im vergangenen Herbst Rauch von Waldbränden in Oregon erreicht.

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(DPA/AFP/pme)

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