Flammenhölle Südeuropa: Waldbrände wüten in Spanien und Portugal
Aktualisiert

Flammenhölle SüdeuropaWaldbrände wüten in Spanien und Portugal

Angefacht durch Hitze und starke Winde wüten auf der iberischen Halbinsel mehrere Waldbrände. Im Nordosten Spaniens zerstörte ein Feuer, das auf einem Militärgelände ausgebrochen war, nach Behördenangaben vom Mittwoch eine Fläche von etwa 5000 Hektar Wald.

Mehr als 300 Feuerwehrleute und Soldaten waren mit 17 Löschflugzeugen im Einsatz. Der Kampf gegen die Flammen werde durch die Gefahr erschwert, dass auf dem Armeegelände gelagerte Waffen explodieren könnten, teilte die Regionalregierung von Aragonien in einer Erklärung mit. Für die Gegend waren zudem Höchsttemperaturen von bis zu 40 Grad angekündigt.

Auch in Portugal

In Portugal kämpften nach Angaben des Zivilschutzes fast 400 Feuerwehrleute und Polizisten gegen mindestens acht Brände im Norden des Landes. Sie setzten Löschflugzeuge und Helikopoter ein.

Allein im Distrikt Vila Real wurden seit Dienstag nach Angaben lokaler Behörden mehr als 1350 Hektar Wald und Buschwerk zerstört. Die internationale Bahnlinie von Figuera da Foz zur spanischen Grenze verläuft, wurde vorsorglich stillgelegt.

In Spanien haben Brände seit Anfang Jahr schon über 84'000 Hektar Wald zerstört, wie das spanische Umweltministerium am Mittwoch bilanzierte. Dies entspricht mehr als der doppelten Fläche des Kantons Basel-Stadt.

In Portugal waren es bis zum 15. August 24'000 Hektar. Damit haben Waldbrände in beiden Ländern bereits jetzt grössere Schäden angerichtet als im gesamten Jahr 2008.

(sda)

Deine Meinung