Grosser Waldbrand im Tessin – Bevölkerung evakuiert, Zollübergang geschlossen

Aktualisiert

Grosser Waldbrand im TessinBevölkerung evakuiert, Zollübergang geschlossen

Nach wochenlanger Trockenheit ist am Monte Gambarogno am Lago Maggiore ein Waldbrand ausgebrochen. Der Nordföhn begünstigt die Flammen und behindert die Löscharbeiten.

Waldbrand oberhalb des Lago Maggiore: Die Flammen wüteten auch am frühen Montagmorgen.

20min/jd

Darum gehts

Seit dem frühen Sonntagmorgen brennt am Monte Gambarogno oberhalb des Lago Maggiore der Wald. Gemäss der Tessiner Kantonspolizei ist eine Fläche von sechs Hektaren betroffen. Die Feuerwehren aus Gambarogno und Bellinzona sind im Einsatz. Drei Helikopter und ein Superpuma der Armee helfen mit, das schwer zugängliche Gebiet zu erreichen.

Wie Alertswiss warnt, handelt es sich um einen grossen Waldbrand. Am Sonntagabend wurden 45 Personen evakuiert, wie die Polizei weiter in ihrer Mitteilung schreibt. Sie stammen aus dem Dorf Indemini und dem Gebiet um den Waldbrand. Die vorsorgliche Evakuierung erfolgte wegen der starken Rauchentwicklung. Für diejenigen, die nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkamen, wurde eine Zivilschutzanlage geöffnet.

Mit den italienischen Behörden sei Kontakt aufgenommen, heisst es weiter. Um jegliche Risiken zu vermeiden, wurden der Indeminipass sowie der Grenzübergang nach Italien und die Kantonsstrasse (ab Fosano) für den Verkehr gesperrt.

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Auf sechs Hektaren: Oberhalb des Lago Maggiore wütet ein grosser Waldbrand. (30. Januar 2022)

Auf sechs Hektaren: Oberhalb des Lago Maggiore wütet ein grosser Waldbrand. (30. Januar 2022)

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Kräftige Winde behindern die Arbeit der Feuerwehr.

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Im Tessin herrscht seit Wochen grosse Trockenheit.

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Windböen behindern Löscharbeiten

Der Nordföhn sorgt derzeit im Mittel- und Südtessin für Trockenheit und sehr milde Temperaturen. Wie MeteoSchweiz twittert, haben diese kräftigen Böen auch «unerfreuliche Nebeneffekte». Sie fachen nämlich den Waldbrand an und behindern die Löscharbeiten.

Im Tessin herrscht grosse Trockenheit. Seit 8. Dezember hat es gebietsweise keinen Niederschlag mehr gegeben; die Behörden verhängten am 13. Januar ein absolutes Feuerverbot im Freien.

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(trx/chk)

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