Bern und Solothurn: Waldbrandgefahr hat sich auf «erheblich» erhöht
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Bern und SolothurnWaldbrandgefahr hat sich auf «erheblich» erhöht

In den letzten Tage gab es Brände in mehreren Wäldern in den Kantonen Solothurn und Bern. Bringt das Osterwochenende den nötigen Regen?

von
cho
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Auf einer Fläche von 200 auf 200 Meter loderte am Montagnachmittag im Berner Bremgartenwald ein Flächenbrand.

Auf einer Fläche von 200 auf 200 Meter loderte am Montagnachmittag im Berner Bremgartenwald ein Flächenbrand.

Kapo Bern
Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Bern konnten die Flammen löschen.

Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Bern konnten die Flammen löschen.

Kapo Bern
Auch im solothurnischen Oberdorf mussten Feuerwehrmänner am Sonntag im Wald löschen.

Auch im solothurnischen Oberdorf mussten Feuerwehrmänner am Sonntag im Wald löschen.

Kapo Solothurn

«Der Boden im Wald ist sehr trocken, es weht ein kontinuierlicher Wind. Das sind ideale Voraussetzungen für einen Waldbrand», sagt Gerold Knauer vom Berner Amt für Wald. Aus diesem Grund hat der Kanton am Dienstag die Gefahrenstufe für Waldbrände im Berner Jura auf «erheblich» hochgestuft.

Dies einen Tag nachdem im Berner Bremgartenwald auf einer Fläche von 200 Quadratmeter ein Brand wütete. Die Polizei geht von menschlichen Verschulden aus. Ob das Feuer absichtlich gelegt wurde oder wegen einer Unachtsamkeit entflammte, ist laut Kapo noch unklar.

Vier Brände in Solothurn

Noch mehr zu tun hatten die Feuerwehren im Kanton Solothurn. Dort mussten in den letzten Tagen gleich vier Flurbrände gelöscht werden. «Alle Brände dürften auf unvorsichtigen Umgang mit Raucherwaren oder unvollständig gelöschte Grillfeuer zurückzuführen sein», sagt Kapo-Sprecher Andreas Mock.

Kein Verbot, aber...

Dennoch sind derzeit weder im Kanton Bern noch im Kanton Solothurn Verbote oder Einschränkungen geplant – auch nicht im Jura, der als besonderes Risiko-Gebiet gilt. In beiden Kantonen mahnen die Behörden jedoch zur Vorsicht: «Wir empfehlen, nur noch Feuer in befestigten Feuerstellen zu machen», so Gerold Knauer vom Kanton Bern.

Wichtig sei auch, das Feuer ganz zu löschen, bevor man weggehe. Und: «Raucherwaren auf keinen Fall auf den Boden werfen.» Wichtig sei auf jeden Fall Alarm zu schlagen, wenn es im Wald brenne oder rauche: Laien sollten laut Knauer nicht versuchen, die Feuer selber zu löschen: «Damit geht nur kostbare Zeit verloren und die Personen bringen sich selber in Gefahr.»

Chance auf Regen

In den meisten Orten wurde der Waldboden seit dem 22. März nicht mehr richtig nass. Damals hat es laut Meteorologe Roger Perret von Meteonews in der Region das letzte Mal richtig geregnet. Er spricht von einer «ungewöhnlichen Trockenzeit» für den Frühling. «In der Nacht auf Dienstag zog zwar eine Front über die Schweiz, diese brauchte jedoch erneut praktisch keinen Niederschlag.»

Auf das Osterwochenende hin könnte sich die Situation möglicherweise etwas entspannen: Am Samstag seien lokale Schauer möglich. Perret: «Derzeit ist die Wetterlage jedoch schwierig einzuschätzen.»

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