Zentralschweiz: Waldbrandgefahr steigt auf Maximalstufe 5
Aktualisiert

ZentralschweizWaldbrandgefahr steigt auf Maximalstufe 5

Aufgrund der anhaltenden Hitze wird es in den Wäldern immer trockener. Das Waldbrandrisiko verschärft sich. Deshalb wird die Gefahrenstufe erhöht.

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In den Wäldern wird es immer trockener. Einige Laubbäume beginnen bereits mit der Herbstverfärbung.

In den Wäldern wird es immer trockener. Einige Laubbäume beginnen bereits mit der Herbstverfärbung.

Keystone/AP/Alexandra Wey
Grillieren und Bräteln im Freien ist in den Zentralschweizer Kantonen untersagt.

Grillieren und Bräteln im Freien ist in den Zentralschweizer Kantonen untersagt.

Keystone/Martin Ruetschi
Das Fleisch darf vielerorts nur noch auf den Gas- oder Elektrogrill.

Das Fleisch darf vielerorts nur noch auf den Gas- oder Elektrogrill.

Keystone/Gaetan Bally

Das seit Wochen andauernde, hochsommerliche Wetter mit nur wenigen Niederschlägen verschärft das Waldbrandrisiko weiter. Im ganzen Kantonsgebiet wird die Trockenheit zunehmend sichtbar: Im offenen Land prägen braun-gelb ausgetrocknete Strassenränder, Böschungen, Felder und Wiesen das Landschaftsbild. Die Trockenheit wird auch an Bäumen sichtbar. «Je nach Standort hat bei den Laubbäumen die Herbstverfärbung eingesetzt», teilte der Kanton Luzern am Dienstag mit. Bereits seien absterbende Bäume beobachtet worden.

Das Phänomen der vorzeitigen Herbstverfärbung mit Blattfall sei ein natürlicher Schutzmechanismus. Dadurch werde die Wasserverdunstung durch die Blätter eingestellt. «Aufgrund bisheriger Erfahrungen treiben diese Bäume im nächsten Frühling wieder aus.» Bei absterbenden Bäumen sind die Blätter braun und der Blattfall setzt erst später ein. Das Ausmass sei aber noch nicht abschätzbar, heisst es weiter.

Winde verschärfen Situation

Alle diese Phänomene haben zur Folge, dass zusätzlich trockenes und damit sehr leicht brennbares Pflanzenmaterial verfügbar ist. Unterstützt durch Winde verschärft sich das Wald- und Flurbrandrisiko weiter. In Absprache mit den Zentralschweizer Kantonen erhöhen die Kantone Luzern, Zug, Ob- und Nidwalden die Waldbrand-Gefahrenstufe auf die Maximalstufe 5 «Waldbrandrisiko sehr gross».

Vorübergehend bleibt der Kanton Schwyz auf der Gefahrenstufe 4, weil es teilweise zu Niederschlägen bekommen ist, wie es auf Anfrage heisst. Die Situation im Kanton Uri wird weitergehend verfolgt und evaluiert, ob eine Erhöhung der Gefahrenstufe notwendig ist.

Grösste Vorsicht im Umgang mit brennbaren Materialien

Das bereits bestehende absolute Feuerverbot und die damit zusammenhängenden Regelungen bleiben bestehen. Die Bevölkerung wird zusätzlich zu grösster Vorsicht im Umgang mit brennbaren Materialien aufgerufen. Die sich vielerorts abzeichnende Wasserknappheit stelle im Brandfall auch für die im Einsatz stehenden Löscheinheiten von Polizei und Feuerwehren eine spezielle Herausforderung dar.

Nach wie vor bedarf es länger andauernder Niederschläge, damit sich die Situation entschärft. «Die Forstbehörden stehen in Kontakt mit Polizei und Feuerwehr sowie den übrigen Zentralschweizer Kantonen und beobachten die Situation laufend», so die Mitteilung. Eine Neubeurteilung erfolgt frühestens gegen Ende der laufenden Woche. (20 Minuten)

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