Aktualisiert 17.07.2014 11:47

Wald in Luzern

Waldhüter sorgen sich wegen illegalen Deponien

Die Wälder im Kanton Luzern sind in einem guten Zustand. Doch illegale Deponien und Bauten und eine Pilzkrankheit machen den Wäldern zu schaffen.

von
msa
Es gibt weiterhin illegale Mülldeponien in Luzerner Wäldern.

Es gibt weiterhin illegale Mülldeponien in Luzerner Wäldern.

Den Luzerner Wäldern geht es gut: Wie aus dem am Donnerstag publizierten Nachhaltigkeitsbericht Luzerner Wald 2008-2012 hervorgeht, sind die Wälder bezüglich der Altersstruktur nachhaltig aufgebaut. Sorgen bereitet den Fachleuten aber das Eschentriebsterben, eine Pilzkrankheit, die Eschen befällt. Die Krankheit habe für Jungbäume ein existenzbedrohendes Ausmass angenommen, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Auch die die Ausbreitung nicht-einheimischer Arten gefährde die Wälder. Schäden durch Borkenkäfer sind hingegen seit 2008 weiterhin gesunken.

Wald als illegale Mülldeponie

Ein weiterhin grosses Problem stellen zudem illegale Abfalldeponien und unrechtmässige Bauten dar. Die Zahl der neuen Fälle ist zwar von 230 Fällen im Jahr 2009 auf 69 Fälle im Jahr 2012 gesunken, doch sei die Zahl weiterhin auf einem hohen Niveau. Als Grund für die Abnahme der Fälle nennt Thomas Abt, Abteilungsleiter Wald der Dienststelle Landwirtschaft und Wald, die verbesserten Arbeitsabläufe: «Wir arbeiten eng mit der Kantonspolizei zusammen. Es wird auch eher die Umweltschutzpolizei informiert, die sich der Fälle annimmt.»

Dennoch sei man bei der Dienststelle Landwirtschaft und Wald auch sehr auf Spaziergänger und Jagdvereine angewiesen, die Schadensfälle meldeten. Eine weitere Begründung für den Rückgang der unrechtmässigen Eingriffe ist, dass mehr Waldeigentümer nun über die Regionale Organisationen der Waldeigentümer (RO) betreut werden. In diesen Wäldern sind RO-Förster zuständig, solche Eingriffe anzugehen und festzuhalten.

Die Zahlen des erstmals erschienen Berichts sind jedoch noch nicht allumfassend: «Der Bericht ist das erste Mal erschienen und die Zahlen zeigen ein erstes Bild. Weitere Berichte werden präzisere Daten liefern können», so Abt.

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