Walensee: Kite-Surfen verboten
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Walensee: Kite-Surfen verboten

Das Kite-Surfen ist auf dem Walensee vorläufig verboten: Der kantonale und ein lokaler Fischereiverband rekurrieren beim Kanton St. Gallen gegen eine Bewilligung.

Auf dem Bodensee bleibt das Kite-Surfen erlaubt. Kurt Reich, Leiter der Abteilung Schifffahrt beim Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen, bestätigte einen Bericht im «Sarganserländer» vom Mittwoch, wonach Beschwerden gegen die Kitesurfing-Bewilligung eingegangen seien.

Diese Rekurse haben laut Reich eine aufschiebende Wirkung. Rekursinstanz ist das St. Galler Justiz- und Polizeidepartement. Mit der Änderung der Binnenschifffahrtsverordnung verbot der Bundesrat 2001 das Kite-Surfen aus Schweizer Seen grundsätzlich. Den Kantonen wurde freigestellt, Zonen für den Sport freizugeben.

Flächen ausgeschieden

Auf ein Gesuch einer Kite-Surf-Organisation erteilte das Schifffahrtsamt eine Bewilligung für das Drachensegeln auf dem Walensee, zeitlich beschränkt für die Wintermonate. Das war den Drachenseglern nicht genug: Sie beantragten eine Bewilligung für das ganze Jahr. Der Kanton willigte ein, nun wehren sich Fischer.

Laut Reich ist das Kite-Surfen auf dem Zürichsee strikte verboten. Der Grund sei das hohe Verkehrsaufkommen auf dem See. Auf dem Bodensee vor Altenrhein ist der Trendsport im Winter erlaubt.

Probleme gab es dort anfänglich wegen des nahen Flugplatzes. «Piloten fühlten sich beim Landeanflug irritiert», sagt Reich. Die Zone wurde verlegt, nun gebe es keine Gegner mehr gegen den Sport.

Auf anderen Seen ist das Drachensegeln erlaubt, etwa auf dem Zugersee, auf dem Urnersee und auf Seen im Kanton Graubünden. Beim Kitesurfing wird ein kleines Drachensegelbrett von einem Flugschirm gezogen. Gesteuert wird das Gerät vom Surfer auf dem Brett mit den Füssen und mit bis zu 25 Meter langen Steuerseilen zum Zugschirm.

(sda)

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