Traurige Nachricht: Wales-Trainer begeht Selbstmord
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Traurige NachrichtWales-Trainer begeht Selbstmord

Der walisische Nationaltrainer Gary Speed ist tot. Der 42-Jährige schied am frühen Sonntag morgen freiwillig aus dem Leben.

von
fbu
Über die Gründe des Selbstmordes von Gary Speed ist noch nicht bekannt.

Über die Gründe des Selbstmordes von Gary Speed ist noch nicht bekannt.

Wales' Nationalcoach Gary Speed (42) beging Selbstmord. Der Fussball verfiel am Sonntag in eine Schockstarre. Speed war ein Kind der Premier League. Er war der erste Spieler, der 500 Partien in dieser Liga absolvierte.

Gemäss der «Press Association» wurde die Polizei um 7.08 Uhr über einen plötzlichen Tod in Huntington Chester informiert. An der angegebenen Adresse wurde der 42-jährige Gary Speed erhängt aufgefunden, wie die Polizei bekannt gab. Es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden, so die Beamten. Speed hinterlässt eine Frau und zwei Söhne.

Fussball-Szene reagiert schockiert

Der Selbstmord von Speed erschütterte die Fussball-Szene auf der Insel. Der walisische Stürmer Craig Bellamy verzichtete am Sonntag auf einen Einsatz für Liverpool im Spitzenspiel gegen Manchester City. Die Partie von Swansea City, dem einzigen walisischen Verein in der Premier League, gegen Aston Villa sollte zunächst abgesagt werden. Sie fand dann trotzdem statt. Während der Schweigeminute gab es stehende Ovationen für Speed.

Leute, die ihm nahe standen, wollen keine Anzeichen für die Tragödie erkannt haben. «Vor ein paar Tagen haben wir noch unsere Kinder gemeinsam zur Schule gebracht», sagte der englische ex Internationale Michael Owen, der in Speeds Nachbarschaft lebt. Noch am Samstag war Speed bei der BBC in der Fussballsendung «Football Focus» aufgetreten.

Speed: Vor knapp einem Jahr zu Wales-Trainer

Speed war im vergangenen Dezember zum Nationaltrainer ernannt worden, mit dem Ziel, das Team an die WM 2014 in Brasilien zu führen. Die Leistungen in den letzten Monaten hatten die Hoffnung genährt, dass das Team tatsächlich über Potenzial verfüge. Das musste am 7. Oktober in Swansea auch die Schweiz schmerzlich erfahren. Speed coachte Wales zum 2:0, das die Schweizer EM-Hoffnungen zu Nichte machte. Unter Speed gewann Wales die letzten drei Qualifikationsspiele in der Schweizer Ausscheidungsgruppe.

Als Spieler hatte Speed 85 Länderspiele für Wales absolviert und daneben für Leeds, Everton, Newcastle, Bolton und Sheffield gespielt. Mit Leeds feierte er 1992 mit dem Gewinn der Premiership seinen grössten Erfolg. Er war Träger des Ordens «Master of the British Empire».

Der CEO des Verbands Jonathan Ford zeigte sich schockiert: «Ich, und die ganze Fussball-Familie von Wales, wir sind zerstört wegen des Todes von Gary. Meine Gedanken und Gebete sind in diesen schwierigen Zeiten mit seiner Frau und der Familie.

Zweiter Fall in acht Tagen

Erst vor acht Tagen hatte sich der Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati versucht das Leben zu nehmen. Wie in der Folge bekannt wurde, litt der 41-Jährige an Depressionen. (fbu/si)

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