Aktualisiert 07.12.2010 21:42

Märkte

Wall Street gibt Gewinne ab

Barack Obamas Steuer-Kompromiss hat den Börsen in New York am Dienstag nur vorübergehend Auftrieb gegeben.

Für Verunsicherung unter den Investoren sorgte im Handelsverlauf die Nachricht, dass Bundesbehörden ihre Ermittlungen gegen Insiderhandel an der Wall Street ausweiten.

Deshalb gingen die wichtigsten Indizes schliesslich mit geringen Veränderungen aus dem Handel. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab minimal nach auf 11.359 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 schloss 0,1 Prozent im Plus bei 1223 Zählern, nachdem er zwischenzeitlich ein Jahreshoch erreicht hatte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,1 Prozent vor auf 2598 Punkte.

Der US-Präsident ging auf die oppositionellen Republikaner zu und schlug vor, von seinem Vorgänger George W. Bush eingeführte Steuererleichterungen auch für reiche Amerikaner um zwei Jahre zu verlängern. Händler hofften nun auf eine Ankurbelung des Konsums und damit der Wirtschaft. Darüber geriet die Schuldenkrise in Europa und der Streit um deren Bekämpfung in den Hintergrund.

Als jedoch bekannt wurde, dass die US-Behörden ihre Insider- Ermittlungen ausweiten und mittlerweile mehr als ein Dutzend Vorladungen an Hedge Fonds und andere Investoren geschickt haben, verflog der zu Handelsbeginn herrschende Optimismus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,63 Milliarden Aktien den Besitzer. 1496 Werte legten zu, 1485 gaben nach und 135 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,91 Milliarden Aktien 1485 im Plus, 1162 im Minus und 123 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 54/32 auf 95-23/32. Sie rentierten mit knapp 3,13 Prozent. Die 30- jährigen Bonds fielen mehr als zwei volle Punkte und ihre Rendite stieg dabei auf knapp 4,37 Prozent. (sda)

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