Nach Rekordverlust: Wall Street legt wieder kräftig zu
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Nach RekordverlustWall Street legt wieder kräftig zu

Einen Tag nach dem schwersten Ausverkauf seit 21 Jahren haben sich die US-Börsen am Dienstag deutlich erholt. Investoren waren hoffnungsvoll, dass der Kongress das Rettungspaket für die Finanzbranche doch noch verabschieden wird.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 4,68 Prozent im Plus bei 10 850 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 10 868 und 10 371 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 5,3 Prozent auf 1164 Zähler. Der Index der Technologie-Börse Nasdaq kletterte um 4,97 Prozent auf 2082 Punkte.

Am Montag hatte die überraschende Ablehnung des Milliardenpakets für die Finanzbranche im Repräsentantenhaus die US-Börsen auf einen Sturzflug mit Rekordverlusten geschickt. Am Dienstag herrschte unter den Anlegern die Hoffnung vor, dass dennoch ein Rettungspaket noch diese Woche vom Kongress verabschiedet werden kann.

Zugleich werde dem Markt klar, dass ein Rettungspaket - egal in welcher Form - nicht alle Krankheiten heilen könne, sagte Arthur Hogan von Jefferies & Co. «Es wird nicht gegen die Konjunkturabkühlung helfen oder Banken dazu zwingen, sich gegenseitig Geld zu leihen.»

Verluste im September

Im Monatsverlauf verlor der Dow sechs Prozent. Der S&P büsste 9,1 und der Nasdaq-Index sogar 12,1 Prozent ein.

Schnäppchenjäger stürzten sich auf Aktien, die in den vergangenen Tagen schwere Verluste hinnehmen mussten. Die Papiere der Grossbank JPMorgan Chase legten rund 14 Prozent zu und gaben dem Dow damit kräftig Auftrieb.

Citigroup-Aktien kletterten um 15,6 Prozent. Die am Vortag schwer abgestraften Aktien des Computer- und Elektronikkonzerns Apple gewannen knapp acht Prozent. Der Chiphersteller Intel profitierte von einer Heraufstufung: Seine Papiere legten 8,5 Prozent zu.

Erfreuliche Konjunkturdaten

Konjunkturdaten trugen zur positiven Stimmung bei. Demnach hat sich das Vertrauen der US-Konsumenten in die wirtschaftliche Entwicklung trotz der Finanzkrise im September unerwartet verbessert.

Zudem sank der an den Finanzmärkten stark beachtete Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Grossraum Chicago im September nicht so stark wie erwartet. Der Index gibt Hinweise auf die Produktionsaktivitäten im Mittleren Westen der USA.

Enttäuschende Nachrichten kamen dagegen vom Immobilienmarkt: Die Preise für Einfamilienhäuser fielen dem S&P/Case-Shiller-Index zufolge im Juli im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um den Rekordwert von 16,3 Prozent.

Viele Gewinner

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,62 Milliarden Aktien den Besitzer. 2560 Werte legten zu, 610 gaben nach und 57 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,37 Milliarden Aktien 1763 im Plus, 1002 im Minus und 109 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 69/32 auf 101-11/32. Sie rentierten mit 3,835 Prozent. Die 30- jährigen Bonds sanken um 11/32 auf 103-01/32 und hatten eine Rendite von 4,317 Prozent.

(sda)

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