Aktualisiert 01.10.2010 20:42

US-Börse

Wall Street nach Schlingerkurs leicht höher

Ein Rückgang des Einkaufsmanager-Indexes liess die US-Anleger zum Wochenende trotz anderen, positiveren Nachrichten vorsichtig agieren.

Nach einer Kursrally im dritten Quartal sind die US-Börsen verhalten in das letzte Jahresviertel gestartet. Begrenzt wurden die Kursgewinne am Freitag durch einen Rückgang des Einkaufsmanager-Indexes. Demnach verlor die US-Industrie im September an Schwung. Positive Signale aus China traten dadurch in den Hintergrund. Die Industrie der Volksrepublik wuchs nach einer Wachstumsdelle im September wieder stärker als erwartet.

Auch die übrigen Wirtschaftsdaten aus den USA gaben den Anlegern keine klare Richtung vor: So stiegen die Bauausgaben im August überraschend, während sich das Verbrauchervertrauen im September im Monatsvergleich verschlechterte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher bei 10 829 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 10 780 und 10 866 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 legte ebenfalls 0,4 Prozent auf 1146 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte 0,1 Prozent höher bei 2370 Punkten.

Für die Gesamtwoche ergibt sich damit ein Minus von 0,3 Prozent beim Dow, von 0,2 Prozent beim S&P und von 0,4 Prozent beim Nasdaq- Index.

Gewinne mitgenommen

Zu den Gewinnern bei den Einzelwerten gehörten nach einem Anstieg der Metall- und Erdölpreise Rohstofftitel. Die Aktie von Freeport McMoRan Copper and Gold schloss 4,4 Prozent fester, das Papier von Occidental Petroleum 3,2 Prozent höher.

Im Mittelpunkt der Anleger stand auch Hewlett-Packard, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, dass Ex-SAP-Chef Leo Apotheker ab November neuer Konzernchef wird. Die Aktien des Technologiekonzerns gaben 3,1 Prozent nach.

Viele Technologiewerte gehörten zum Wochenschluss zu den Verlierern. Händlern zufolge nahmen einige Anleger Gewinne mit, nachdem die New Yorker Indizes am Donnerstag ihr stärkstes Quartal seit einem Jahr beendet hatten. Die Aktie des Internetkaufhauses Amazon.com büsste 2,1 Prozent ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,08 Milliarden Aktien den Besitzer. 2032 Werte legten zu, 923 gaben nach und 131 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,94 Milliarden Aktien 1495 im Plus, 1104 im Minus und 126 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen 1/32 auf 100-30/32. Sie rentierten mit 2,519 Prozent. Die 30- jährigen Bonds fielen 21/32 auf 102-25/32 und hatten eine Rendite von 3,719 Prozent. (sda)

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