Wall-Street schwächelt trotz Notenbank-Eingriffen
Aktualisiert

Wall-Street schwächelt trotz Notenbank-Eingriffen

Trotz milliardenschwerer Liquiditätsspritzen der US-Notenbank Fed hat die Wall Street am Freitag etwas schwächer geschlossen. Die tiefe Verunsicherung über das Ausmass der Kreditkrise hatte die US-Börsen zunächst wie am Vortag tief ins Minus gedrückt.

Nachdem die Fed am Mittag ein zweites Mal Milliardensummen ins Bankensystem pumpte, drehten die Märkte kurzzeitig ins Plus. Wenig später tendierten sie jedoch trotz einer dritten Finanzspritze der Fed erneut etwas schwächer. Vor allem Finanzwerte verzeichneten abermals Verluste.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,23 Prozent schwächer mit 13.239 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel 0,04 Prozent auf 1453 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,45 Prozent auf 2544 Stellen. Im Wochenverlauf legten die Börsen jedoch zu: der Dow gewann 0,4 Prozent, der S&P-500 1,4 Prozent und der Nasdaq 1,3 Prozent.

«Die Federal Reserve weiss, wie sie mit einer Krise umgehen muss, und sie wird tun, was nötig ist», sagte Alan Skrainka von Edward Jones zu den Geldspritzen der Fed. Der Markt werde derzeit von Ängsten und Unsicherheit bestimmt. Dies sei jedoch eine vorübergehende Entwicklung, von der Investoren auch profitieren könnten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,53 Milliarden Aktien den Besitzer. 1292 Werte legten zu, 2080 gaben nach und 62 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 3,21 Milliarden Aktien 1285 im Plus, 1729 im Minus und 96 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 6/32 auf 99-18/32 nach. Sie rentierten mit 4,804 Prozent. Die 30- jährigen Bonds verloren 4/32 auf 99-17/32 und hatten eine Rendite von 5,029 Prozent. (sda)

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