Enttäuschung: Wall Street setzt Talfahrt fort
Aktualisiert

EnttäuschungWall Street setzt Talfahrt fort

Enttäuscht von der Grundsatzrede des neuen US-Präsidenten Barack Obama hat die Wall Street ihre Talfahrt fortgesetzt. Obama gelang es nicht, die an den US-Börsen herrschenden Ängste vor Rezession und um das Schicksal des Bankensektors zu zerstreuen.

Auf die Stimmung drückten am Mittwoch zusätzlich Daten vom Immobilienmarkt, die schlechter als erwartet ausfielen. Die Erwartung, dass die Banken die von der Regierung angesetzten Belastungstest mit Leichtigkeit bestehen würden, hoben die Indizes kurz vor Handelsschluss nur vorübergehend ins Plus.

Nach nur einem Tag Erholung rutschte der Dow-Jones-Index der Standardwerte am Mittwoch wieder ein Prozent ins Minus auf 7270 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verlor ebenfalls ein Prozent auf 764 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 1,1 Prozent auf 1425 Punkte nach.

«Der Anstieg gestern war wohl ein wenig übertrieben und wir geben das heute wieder ab, nachdem Präsident Obama gestern Abend nichts substanzielles zu sagen hatte», sagte Michael James, Händler bei Wedbush Morgan.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,8 Milliarden Aktien den Besitzer. 1208 Werte legten zu, 1878 gaben nach und 68 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,41 Milliarden Aktien 799 im Plus, 1863 im Minus und 128 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 38/32 auf 98-120/32. Sie rentierten mit 2,939 Prozent. Die 30- jährigen Bonds gaben 58/32 auf 98-130/32 nach und hatten eine Rendite von 3,587 Prozent.

(sda)

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