US-Börsen am 3. Mai 2010: Wall Street von Hoffnung getragen

Aktualisiert

US-Börsen am 3. Mai 2010Wall Street von Hoffnung getragen

Die Hoffnung auf eine Erholung der US-Wirtschaft und die Milliardenhilfen für Griechenland haben am Montag die Wall Street beflügelt.

Die US-Industrie ist im April so stark gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 1,3 Prozent höher bei 11 151 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Index zwischen 11 177 und 11 009 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 gewann ebenfalls 1,3 Prozent auf 1202 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 1,53 Prozent auf 2498 Punkte.

Im Blickpunkt des Börsengeschehens stand der Zusammenschluss der Lufthansa-Partner United und Continental zur weltgrössten Airline. Entstehen soll ein Unternehmen mit 29 Milliarden Dollar Umsatz, 90 000 Mitarbeitern und knapp 700 Flugzeugen. Händler honorierten die Pläne mit Käufen. Die Papiere von United Airlines und Continental kletterten um jeweils rund 2,3 Prozent.

Abgestraft wurden die Aktien des britischen Ölkonzerns BP. Seine in den USA gehandelten Papiere fielen um vier Prozent. Angesichts der möglicherweise grössten Umweltkatastrophe in den USA wächst der Druck auf BP, für den derzeit auf 14 Milliarden Dollar geschätzten Schaden aufzukommen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,18 Milliarden Aktien den Besitzer. 2360 Werte legten zu, 696 gaben nach und 95 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,31 Milliarden Aktien 1977 im Plus, 747 im Minus und 103 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 9/32 auf 99-14/32. Sie rentierten mit 3,69 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 6/32 auf 101-16/32 nach und hatten eine Rendite von 4,53 Prozent.

(sda)

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