Aktualisiert 06.03.2005 23:27

Wallis: SVP legte zu

Bei den Walliser Kantonswahlen sind am Sonntag erst zwei von fünf Regierungssitzen besetzt worden.

CVP-Nationalrat Jean- Michel Cina verpasste im ersten Anlauf das absolute Mehr. Im Kantonsparlament legten SVP und SP zu - zu Lasten der FDP.

Mit vier Sitzgewinnen erreicht die SVP in der neuen Legislatur erstmals Fraktionsstärke. Sie verfügt neu über sechs Sitze. Realisiert wurden die Gewinne in den Bezirken Siders (&2), Brig (&1) und Martigny (&1). Drei Sitzgewinne verbuchen kann die SP.

FDP musste Federn lassen

Am meisten Federn lassen musste die FDP, die insgesamt fünf Sitze verliert. Drei Sitzverluste der CVP werden von zwei Sitzgewinnen der Oberwalliser CSP abgefedert. Die Wahlbeteiligung lag mit 54,1 % um 8,8 % tiefer als vor vier Jahren.

Auch in der neuen Legislatur bleibt die CVP die stärkste Kraft. Zusammen mit der CSP Oberwallis verfügt die Partei mit insgesamt 73 Sitzen nach wie vor über die absolute Mehrheit im 130-köpfigen Parlament. Die FDP hält neu 27 und die SP neu 21 Sitze. Die Liberalen behalten ihre drei Sitze.

Nur bisherige CVP-Staatsräte bestätigt

Bei den Wahlen in die Kantonsregierung schafften am Sonntag nur die beiden bisherigen CVP-Staatsräte Jean-René Fournier und Jean- Jacques Rey-Bellet die Wahlhürde im ersten Anlauf. Nationalrat und CVP-Fraktionspräsident Jean-Michel Cina verpasste das absolute Mehr um knapp 4000 Stimmen.

Cina distanzierte die bisherigen Staatsräte Thomas Burgener (SP) und Claude Roch (FDP) aber deutlich. Die beiden landeten wie erwartet auf den Plätzen vier und fünf und müssen sich zusammen mit Cina am 20. März einem zweiten Wahlgang stellen.

Abgeschlagen auf dem sechsten Platz landete der grüne Kandidat Georges Darbellay. Keine Chance hatten zudem die Aussenseiter- Kandidaturen des Unabhängigen Michel Carron sowie von Ignace Rey, der in der Walliser Pensionskassenaffäre eine Hauptrolle spielt.

Stille Wahl möglich

Die Kandidaturen für den zweiten Wahlgang müssen bis Dienstag eingereicht werden. Treten nicht mehr Kandidaten an als freie Sitze zu vergeben sind, erfolgt eine stille Wahl. Im ersten Wahlgang der Staatsratswahl lag die Wahlbeteiligung bei 54,01 %.

(sda)

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