Aktualisiert 23.07.2018 14:51

Computersystem SPIWalliser Operationen werden «tubelisicher»

Ein Computersystem übernimmt im Oberwallis nun den Lead im Operationssaal. Dieses soll für alle Anwesende Vorteile bringen.

von
miw
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Mit dem Computersystem SPI hat man sich in den Oberwalliser Spitäler eine schweizweite Neuheit angeschafft: Mittels dieses Computers wurden verschiedene Operationen standardisiert.

Mit dem Computersystem SPI hat man sich in den Oberwalliser Spitäler eine schweizweite Neuheit angeschafft: Mittels dieses Computers wurden verschiedene Operationen standardisiert.

Keystone/Gaetan Bally
Schritt für Schritt gibt das digitale Programm Anweisungen zur Abfolge des Eingriffes.

Schritt für Schritt gibt das digitale Programm Anweisungen zur Abfolge des Eingriffes.

Bei Operationsschritt 58 wird automatisch per Push Mitteilung auf das Natel des Bringedienstes der nächste Patient angefordert.

Bei Operationsschritt 58 wird automatisch per Push Mitteilung auf das Natel des Bringedienstes der nächste Patient angefordert.

Keystone/Gaetan Bally

Im Wallis operiert man seit Neustem nach genauer Rezeptur: Während der Operation wird den Ärzten und Pflegefachpersonen jeder einzelne Schritt der laufenden Operationen auf dem Monitor aufgezeigt. Mit der Einführung des dafür notwendigen Computersystem SPI ist die Oberwalliser Orthopädie ein Pionier.

Angewendet wird deren Hilfsprogramm etwa bei Knieprothesenimplantationen: «Mittels dieses Computers haben wir verschiedene Operationen standardisiert», sagt Dr. Andreas Ottersbach, Chefarzt und Leiter der orthopädischen Klinik im Spital Brig, gegenüber dem Radio Rottu Oberwallis (rro).

Diese Standardisierung habe verschiedene Vorteile. Etwa geht nichts Wichtiges vergessen: «Jeder Schritt muss per Fusspedal oder Stimmkommando bestätigt werden. So kann sichergestellt werden, dass jeder Patient mit dem aktuellen, optimierten Operationskonzept behandelt wird», sagt Chefarzt Ottersbach. Jede Handlung des OP-Teams wird zudem festgehalten: Die neue Computertechnik erstellt automatisch ein digitales Operationsprotokoll.

Programm versendet Push-Nachrichten

Nähert sich die Operation dem Ende, werden die Kollegen ausserhalb des Saals von selber informiert informiert: «Bei Operationsschritt 58 wird automatisch per Push-Mitteilung auf das Handy des Bringedienstes der nächste Patient angefordert», steht in einem Dokument des Spitals.

Auch der Patient kann das System nutzen: Via App wird er nach der Qualität seiner Behandlung gefragt.

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