26.10.2020 07:01

Coronavirus Walliser Spital ruft höchste Alarmstufe aus und muss Patienten verlegen

Das Spitalzentrum des französischsprachigen Wallis ist im Krisenmodus. Nicht nur steigende Patientenzahlen, auch Ansteckungen beim Personal machen dem Spital zu schaffen.

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Das Centre hospitalier du Valais Romand (CHVR) ist am Anschlag.

Das Centre hospitalier du Valais Romand (CHVR) ist am Anschlag.

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Einzelne Patienten müssen bereits verlegt werden. 

Einzelne Patienten müssen bereits verlegt werden.

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In den Spitälern des CHVR hätten sich am Sonntag 124 Patientinnen und Patienten befunden, zehn davon in Intensivbehandlung. Die Zunahme sei konstant und besorgniserregend, so der Spitaldirektor. 

In den Spitälern des CHVR hätten sich am Sonntag 124 Patientinnen und Patienten befunden, zehn davon in Intensivbehandlung. Die Zunahme sei konstant und besorgniserregend, so der Spitaldirektor.

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Darum gehts

  • Ein Spitalzentrum in der Schweiz befindet sich im Krisenmodus.

  • Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen müssen Patienten verlegt werden.

  • Mehrere Mitarbeiter haben sich im privaten Umfeld mit dem Virus infiziert.

Das Spitalzentrum des französischsprachigen Wallis (CHVR) hat für Montag wegen der Corona-Pandemie die höchste Alarmstufe aufgerufen. Patienten müssten in andere Spitäler verlegt werden, sagte CHVR-Direktor Eric Bonvin am Sonntagabend dem Sender «Radio Rhône».

In den Spitälern des CHVR hätten sich am Sonntag 124 Patientinnen und Patienten befunden, zehn davon in Intensivbehandlung. Die Zunahme sei konstant und besorgniserregend, sagte Bonvin weiter.

Die aktuelle Situation sei vergleichbar mit jener auf dem Höhepunkt der ersten Welle am vergangenen 23. März. Diesmal seien aber die Massnahmen gegen die Pandemie später getroffen worden. «Die bevorstehende Woche wird sehr schwierig», sagte Bonvin weiter.

Pflegepersonal von Ansteckungen betroffen

Deshalb sei ab Montag ein Krisenstab im Einsatz. In der aktuellen Situation sei das Spitalzentrum auf Hilfe von aussen angewiesen. «Wir werden schauen, inwiefern wir Patienten in andere Strukturen verlegen können», sagte Bonvin weiter. Walliser Patienten könnten demnach ins Oberwalliser Spital und anschliessend in andere Kantone gebracht werden.

Ein weiteres Problem sei, dass immer mehr auch das Pflegepersonal von Ansteckungen betroffen sei. Sie würden sich nicht an der Arbeit anstecken, sondern im privaten Umfeld. Derzeit seien im französischsprachigen Kantonsteil bereits 50 Mitarbeitende des medizinischen Personals mit dem Coronavirus infiziert und könnten nicht mehr arbeiten. Ihre Zahl steige von Tag zu Tag.

(SDA)

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