Aktualisiert 21.09.2019 03:32

Lungenerkrankungen

Walmart verkauft keine E-Zigaretten mehr

In den USA wurden nach dem Genuss von E-Zigaretten 530 Fälle von Lungenerkrankungen registriert. Der Einzelhandelsgigant Walmart zieht nun die Notbremse.

von
chk
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Bei der Zahl der Lungenerkrankungen handelt es sich laut der Gesundheitsbehörde vielleicht nur um «die Spitze des Eisbergs»: E-Zigarette. (Archivbild)

Bei der Zahl der Lungenerkrankungen handelt es sich laut der Gesundheitsbehörde vielleicht nur um «die Spitze des Eisbergs»: E-Zigarette. (Archivbild)

Reuters/Daniel Becerril
Das Verbot in Massachusetts verbietet alle E-Zigaretten, nicht nur die aromatisierten. (Archivbild)

Das Verbot in Massachusetts verbietet alle E-Zigaretten, nicht nur die aromatisierten. (Archivbild)

Keystone/Christian Beutler
Der E-Zigaretten-Hersteller steht schon länger in der Kritik: Eine Frau raucht eine Juul. (Archivbild)

Der E-Zigaretten-Hersteller steht schon länger in der Kritik: Eine Frau raucht eine Juul. (Archivbild)

Keystone/Ennio Leanza

Der US-Einzelhandelsgigant Walmart stellt den Verkauf von E-Zigaretten ein. Angesichts zunehmender gesetzlicher Bestimmungen und der Ungewissheit über die Risiken dieser Produkte werde der Verkauf nun beendet, teilte der Konzern am Freitag mit.

Die vorhandenen Bestände würden noch veräussert, danach werde das Geschäft mit den E-Zigaretten nicht fortgeführt.

Am Donnerstag hatte die US-Gesundheitsbehörde CDC neue Zahlen zu Erkrankungen veröffentlicht, die mit dem Genuss von E-Zigaretten offenbar in Zusammenhang stehen. Demnach wurden 530 Fälle von Lungenerkrankungen registriert, sieben Patienten starben. Mehr als die Hälfte der Betroffenen ist jünger als 25, drei Viertel der Erkrankten sind Männer. 16 Prozent der Betroffenen sind minderjährig.

Die Betroffenen leiden unter Symptomen wie starken Atemproblemen und Brustschmerz, viele müssen künstlich beatmet werden. Mehrere Jugendliche in den USA liegen im künstlichen Koma. Die US-Bundesstaaten Michigan und New York verhängten bereits ein Verbot von aromatisierten E-Zigaretten; die Stadt Los Angeles erwägt diesen Schritt

Risiken für Konsumenten

In den USA und Kanada sind elektronische Zigaretten seit 2006 auf dem Markt. Die grossen Tabakkonzerne bewerben die E-Zigaretten auf der Suche nach neuen Kunden: Nach ihren Angaben sind diese Produkte deutlich weniger gefährlich als traditionelle Zigaretten und können Rauchern dabei helfen, komplett auf «sicherere» Alternativen umzusteigen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bergen die batteriebetriebenen Geräte, bei denen mit Nikotin versehene Flüssigkeiten verdampft werden, aber ebenfalls Gesundheitsrisiken für die Konsumenten. Sie fordert deshalb deren Regulierung. Kritiker befürchten vor allem, dass E-Zigaretten Jugendliche nikotin-abhängig machen. (chk/sda)

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