Trivadis parodiert mit Walter Andreas Müller Kult-Werbung von Fischer Bettwaren
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Rechencenter statt Duvets«Grüezi» – Trivadis parodiert Kult-Werbung von Fischer Bettwaren

Die Werbung von Fischer-Bettwaren ist landesweit bekannt. Nun hat die Firma Trivadis mit Hilfe der Swisscom den Kult-Clip neu aufgelegt. Anstatt für Duvets wirbt man für die Cloud.

von
Tobias Bolzern

Walter Andreas Müller spielt in der Parodie einen Herr Meier.

20min/Trivadis/Swisscom

Darum gehts

  • Neuauflage für Kult-Werbung der Fischer Bettwarenfabrik.

  • Anstatt Kissen werden im Clip Cloud-Dienste angepriesen.

  • Denn: Dahinter steckt auch die Telekomfirma Swisscom.

Ernst Fischer ist der Inhaber der gleichnamigen Bettwarenfabrik in Au/Wädischwil und in der ganzen Schweiz bekannt. Dies aufgrund eines TV-Werbespots, der erstmals 2012 lief und schnell Kult wurde. Auf Youtube hat der Clip mehrere Hunderttausend Klicks. Im rund einminütigen Clip führt Fischer nonchalant durch die Fabrik und erklärt, wie Duvets und Kissen – «mit Federe vo tote Tier» – produziert werden.

Jetzt legt die IT-Firma Trivadis den Spot neu auf. Anstatt Bettwaren bewirbt die Firma darin aber die eigenen Cloud-Dienste. Gedreht wurde der Spot in den Rechenzentren der Swisscom. Ein Herr Meier führt dabei die Zuschauerinnen und Zuschauer durch ein Rechenzentrum. Die Rolle von Meier spielt der Schauspieler Walter Andreas Müller. Für die Parodie von Fischer habe er die Videos und seine Gestik studiert und den Dialekt übernommen. Schliesslich habe er noch die äusseren Merkmale, wie Kleidung und Accessoires wie Brille und Schmuck definiert.

«Fischer war ein Novum»

Laut Walter Andreas Müller, der schon zahlreiche Personen, darunter die Politiker Moritz Leuenberger und Christoph Blocher parodiert hat, war Ernst Fischer auf der Schwierigkeitsskala eine sieben von zehn. Müller hatte eine Fischerparodie schon lange auf der Wunschliste: «Sein monotoner, statischer Auftritt war damals ein Novum in der hektischen, marktschreierischen Werbelandschaft. Da war plötzlich jemand da, der ohne Brimborium und Trara sein Produkt verkaufen wollte. Das hat beim Publikum eingeschlagen», sagt Walter Andreas Müller.

Trivadis hofft mit der Parodie an den Erfolg des Originals anknüpfen zu können. Mit dem Spot wirbt das Telecomunternehmen für Cloud-Dienste. «Ich hoffe auf viele positive Reaktionen und dass sich die Betrachter und Betrachterinnen freuen und den Schalk verstehen», sagt der 75-jährige Schauspieler.

Zahlreiche Nachahmer

Der ungezwungene Werbespot von Fischer Bettwaren hat immer wieder Nachahmer gefunden. Einige davon sind mittlerweile fast so bekannt, wie das Original. So gab es unter anderem Parodien von einer Drogerie aus Teufen, von der Kantonspolizei in Zürich und der SBB. Letzterer Clip wurde 2018 vom VSLF, dem Verband Schweizer Lokführer produziert. Obwohl das virale Video damals fast ausschliesslich positiv kommentiert wurde, löschte der VSLF das Video wieder, da die Verwendung des SBB-Logos im Video widerrechtlich war.

In einer früheren Version des Artikels hiess es, die Swisscom habe den Spot von Fischer-Bettwaren parodiert. Hinter der Neuauflage steckt jedoch die Firma Trivadis. Gedreht wurde die Werbung aber in den Rechencentern der Swisscom.

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