«Historischer Schatz»: Wanderer findet 1250 Jahre altes Schwert

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«Historischer Schatz»Wanderer findet 1250 Jahre altes Schwert

Er wanderte auf einer alten Wikingerroute und wollte sich eigentlich nur kurz ausruhen. Doch dann entdeckte er eine Klinge, die Archäologen begeistert.

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Es lohnt sich, die Augen stets offenzuhalten. Das beweist die Geschichte des Norwegers Gøran Olsen. Der Mann befand sich auf einer Bergwanderung im Süden von Norwegen. Während einer Verschnaufpause liess er die Blicke schweifen und entdeckte unter ein paar Steinen ein gut 77 Zentimeter langes Wikingerschwert.

«Ein historischer Schatz», urteilte Archäologe Per Morton Ekerhovd von der Bezirksverwaltung von Hordaland, die Olsen über seinen Fund informiert hatte, gegenüber der «Süddeutschen Zeitung». Zwar sei der Griff verschwunden, aber das Eisen sei sehr gut erhalten. Laut dem «Guardian» könnte die Waffe heute noch benutzt werden – man müsse sie lediglich ein bisschen schleifen.

Archäologen müssen sich in Geduld üben

Aufgrund seiner Erscheinung haben Experten das einschneidige Hiebschwert auf die Zeit zwischen 750 und 800 datiert. Auch können sie schon sagen, dass es sich dabei um eine damals sehr kostbare Waffe gehandelt hat, die wohl einem mächtigen Wikinger gehörte. Für gewöhnlich mussten die nämlich mit einfachen Messern und Äxten vorliebnehmen.

Noch sind viele Fragen offen. Für die dazugehörigen Antworten müssen sich die Archäologen vom Universitätsmuseum Bergen, die sich des guten Stücks angenommen haben, noch bis zum nächsten Sommer gedulden. Denn die Gegend um den Fundort ist mittlerweile vom Schnee bedeckt. Die Experten hoffen, dort mehr über die Herkunft des Schwerts zu erfahren und womöglich weitere Objekte oder sogar ein Grab zu finden.

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