Schon wieder Unglück im Alpstein - Mann stürzt beim Aescher in den Tod – wo am Montag schon eine Frau starb
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Schon wieder Unglück im AlpsteinMann stürzt beim Aescher in den Tod – wo am Montag schon eine Frau starb

Ein Wanderer (46) stürzte auf dem Innerrhoder Wanderweg Äscher/Chobel am Donnerstag einen Abhang hinunter und starb. Vor drei Tagen verunglückte dort bereits eine 57-jährige Wanderin tödlich.

von
Jeremias Büchel
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Ein 46-Jähriger verunglückte am Donnerstag im Alpstein. 

Ein 46-Jähriger verunglückte am Donnerstag im Alpstein.

Symbolbild Kapo AI
Zu Beginn des Wanderwegs steht das Berggasthaus Aescher.

Zu Beginn des Wanderwegs steht das Berggasthaus Aescher.

santosha57 - stock.adobe.com
Die Rega stand bei der Rettung im Einsatz. 

Die Rega stand bei der Rettung im Einsatz.

Ein 46-jähriger Mann kam am Donnerstag auf dem Wanderweg Äscher/Chobel zu Fall und stürzte in das
abfallende Gelände, wie die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden heute mitteilt. Der Mann war auf einer Wanderung mit zwei Kollegen vom Äscher in Richtung Seealpsee unterwegs. Aus bislang noch ungeklärten Gründen stürzte der Mann das abfallende Gelände hinunter.

Die sofort ausgerückte Rettungsflugwacht (Rega) konnte in Zusammenarbeit mit der Alpinen Rettungsstaffel Schweiz den Berggänger nach kurzer Zeit lokalisieren. Es konnte nur noch der Tod des 46-Jährigen festgestellt werden. Auf demselben Wanderweg ist am Montag eine Frau (57) ebenfalls einen Abhang hinuntergestürzt und gestorben, als sie sich um ihre Hunde kümmern wollte. «Beide Unfälle werden untersucht», sagt Philipp Lötscher, Sprecher der Kantonspolizei Innerrhoden. Dass sich in kürzester Zeit zwei tödliche Unfälle auf demselben Wanderweg in der selben Umgebung ereignen, sei ein Zufall. Ob nun zusätzliche Warnschilder oder Ähnliches aufgestellt werden müssen, werde sich aus den Ermittlungen ergeben.

Wandern auf eigene Verantwortung

Im Alpsteingebiet liegt teilweise noch Schnee. Deshalb sind auch noch nicht alle Wanderwege geöffnet, wie 20 Minuten am Mittwoch berichtete. «Die Sicherheitsseile wurden an den Wegen von der Ebenalp zum Seealpsee angebracht», sagte Jan Fässler, Medienverantwortlicher der Ebenalpbahnam Mittwoch. Zum Teil wurden Routen wegen der Lawinengefahr umgeleitet. Oberhalb liege noch etwas Schnee. Eine Gefahr gehe aber beispielsweise auch von rutschigen Wegen aus. «Falls es viel geregnet hat, sind die Wege noch rutschig», so Fässler. In diesem Gebiet ereignete sich auch das Unglück. Wandern erfolge auf eigene Verantwortung.

Auch Philipp Lötscher, Sprecher der Kantonspolizei Innerrhoden, weist darauf hin, dass man momentan beim Wandern Vorsicht walten lassen soll. «Ganz wichtig ist, dass man auf das richtige Schuhwerk setzt und sich vorab über die Verhältnisse informiert.» Zudem müsse man sich beim Wandern, gerade bei den aktuellen Verhältnissen, auf seine Schritte und den Weg konzentrieren. «Laufen und gleichzeitig das Panorama betrachten, kann schon dazu führen, dass man stürzt.» Ein simpler Tipp sei, dass man bewusst einen Halt einlegt, stehen bleibt und dann die Bergwelt begutachtet.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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