04.01.2016 12:03

Neuer TrendWandern gegen Schnee und Regen

Kein Winter ohne einen neuen Trend: Auf Island gehen Abenteurer in diesem Winter bei Schneestürmen wandern.

von
cit

Wer ein richtiges Schneeabenteuer sucht, findet das zurzeit nur schwer in der Schweiz – dafür aber auf Island. Dort wütete Anfang Dezember der erste grosse Schneesturm und läutete damit die Saison für eine neue Trendsport-Aktivität auf der Insel ein: Stormhiking.

Normalerweise werden Touren, um die Insel zu erkunden, bei solchen Wetterlagen abgesagt. Nun gibt es aber Abenteurer, die genau auf solches Wetter warten. Beim sogenannten Stormhike machen sich die Touren-Anbieter mit ihren Teilnehmern bei mindestens Windstärke fünf auf, um Island zu erkunden – extreme Wetterwechsel inklusive.

Wanderung wird bei Sonnenschein abgesagt

Je schlechter das Wetter, desto besser für die Tour. Statt Sonnenschein und gute Sicht gibt es für die Teilnehmer starke Winde, Regen, Schnee, Schneeregen und -sturm, und das im besten Fall im stetigen Wechsel. Voraussetzung ist lediglich eine Mindest-Windgeschwindigkeit der Stärke fünf von insgesamt zwölf, was 36 km/h entspricht.

Wieso sich das jemand freiwillig antut? «Wer nach Island reist und das auch noch im Winter, der ist auf Abenteuer aus. Oft werden in der Wintersaison aber Touren und Ausflüge aufgrund «ungünstiger» Wetterbedingungen abgesagt. Damit es aber dennoch etwas mit dem aussergewöhnlichen Naturerlebnis wird, bieten wir die Sturmwanderung an», so der Veranstalter Iceland Expeditions.

Das erwartet Abenteurer

Die Sturmwanderung beginnt mit einem Besuch der lokalen Search and Rescue Station. Dort gibt es eine Einführung in die High-Tech-Ausrüstung, die Fahrzeuge, die auch zur Rettung von Einheimischen und Touristen verwendet werden, sowie in die Verhaltensregeln in extremen Wetterlagen. Trotz Spass ist das Abenteuer aber nicht zu unterschätzen. Eine der grössten potenziellen Risiken ist die Unterkühlung.

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