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Rippenshow in MailandWann kommen Mager-Models aus der Mode?

Während einige Designer sogar auf Plus-Size-Models setzen, engagieren andere immer noch wandelnde Hungerhaken. Die Mailänder Modewoche bestach mit spindeldürren Models.

von
sim

Ein gutes Model soll lange Beine und eine tolle Ausstrahlung haben, muss ausserdem gross und dünn sein. Aber wie dünn ist eigentlich zu dünn und wann wird es krankhaft dürr?

Jedes Jahr setzt sich die Modeindustrie erneut für unterschiedliche Konfektionsgrössen ein. Besonders nachdem immer mehr Models an Essstörungen erkrankten und, wie im Fall der Magersuchts-Ikone Isabelle Caro im vergangenen Jahr, starben.

Auch die Mailänder Modewoche engagiert sich seit 2006 für gesunde Models und lässt sich laut eigenen Angaben von ihren Arbeitnehmerinnen verschiedene ärztliche Atteste vorlegen. Mehrere Mannequins wurden in Mailand und Madrid schon nach Hause geschickt, weil sie für den Laufsteg zu unterernährt waren. Daher erstaunt nun umso mehr, dass während der Präsentationen der Mailänder Fashion Week derzeit wieder vermehrt spindeldürre Models zu sehen sind. Besonders die dürren Mädchen der Show von Designer Gianfranco Ferré werden in den Medien diskutiert.

«Mit Kurven sind Frauen glücklich»

Dabei können Kurven doch so schön sein. Das findet auch die Chef-Redakteurin der italienischen «Vogue», die in der letzten Zeit für Fotoshootings wieder mehr auf Frauen mit vergleichsweise normalen Figuren setzt: «Als wir mit den Kurven anfingen, bekamen wir viele und sehr positive Reaktionen. Die Frauen sind glücklich, sie fühlen sich wohl, so wie sie sind, wollen gar keine Diäten mehr», verriet sie kürzlich in einem Interview mit «Welt Online».

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