St. Gallen: War brutale Schlägerei vor U21-Spiel verabredet?

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St. GallenWar brutale Schlägerei vor U21-Spiel verabredet?

Vor dem 1.-Liga-Spiel zwischen St.Gallen und GC griffen am Samstag 50 Vermummte rund 100 GC-Fans an. Mehrere Personen wurden verletzt, der Match wurde abgesagt.

«Die Chaoten gingen brutal zur Sache. Eisenstangen, Pfeffersprays und Petarden kamen zum Einsatz», erzählt ein Augenzeuge, der das Spiel zwischen den U21-Teams von St. Gallen und GC auf der Sportanlage Gründenmoos anschauen wollte. Dessen Anpfiff war auf 16 Uhr geplant. Gegen 15.30 Uhr stürmten plötzlich 50 Personen mit Kapuzenjacken aus Gebüschen nahe des Spielfelds und attackierten die 100 wartenden GC-Fans. «Das war ein fast schon militärisch organisierter Angriff», sagt Stapo-Sprecher Benjamin Lütolf. Laut dem Zeugen erlitten mehrere Personen blutende Wunden am Kopf. Nach mehrminütiger Gegenwehr zogen sich die GC-Anhänger in die Garderoben zurück. Das Spiel wurde abgesagt.

Vieles deutet darauf hin, dass die Schlägerei abgemacht war. «Das war eine beidseitige Aktion. Ich vermute, dass sich die Gruppen zum Prügeln verabredet haben», sagt der St. Galler Coach Roland Löw. GC-Coach Murat Yakin beobachtete zudem, dass keiner getreten oder geschlagen wurde, der am Boden lag: «Als würde da irgendein Kodex eingehalten.»

upz

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