Spuren im Abwasser: War die britische Mutation bereits Anfang Dezember in der Schweiz?
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Spuren im AbwasserWar die britische Mutation bereits Anfang Dezember in der Schweiz?

Ein Forschungsteam aus Zürich und Lausanne hat eine Studie veröffentlicht, die bereits Anfang Dezember Indizien für die britische Corona-Mutation in der Schweiz aufzeigt. Im Fokus steht auch ein Skigebiet.

von
Nicolas Saameli
Die Forschungsgruppe untersuchte Abwasser in mehreren Kläranlagen. (Symbolbild)

Die Forschungsgruppe untersuchte Abwasser in mehreren Kläranlagen. (Symbolbild)

Sebastian Gollnow/dpa

Darum gehts

  • Ein Forschungsteam aus Zürich und Lausanne hat eine Studie veröffentlicht.

  • Sie fanden Indizien für das mutierte Coronavirus aus Grossbritannien in der Schweiz bereits Anfang Dezember.

  • Hinweise gab es auch aus dem Abwasser eines Skigebiets.

Laut einem Team von Forscherinnen und Forschern aus Lausanne und Zürich könnte das mutierte britische Coronavirus B.1.1.7 bereits Anfang Dezember in der Schweiz angekommen sein. Das geht aus einer Vorab-Publikation hervor, die das Team auf der Website medrxiv.org veröffentlicht hat.

Die Studie untersuchte 48 verschiedene Abwasserproben zwischen Juli und Dezember 2020, darunter auch Proben aus einem nicht namentlich genannten Schweizer Skigebiet. Mutationen, die dem Muster der britischen Variante entsprachen, seien in Lausanne und im Skigebiet gefunden worden. Die frühsten Nachweise stammen vom 9. Dezember.

Das könne entweder dadurch erklärt werden, dass sich in der Schweiz ein bisher noch unbekannter neuer Virenstrang gebildet habe, oder – die wahrscheinlichere Variante – dass B.1.1.7 bereits Anfang Dezember in die Schweiz eingeschleppt worden sei, schreibt die Forschungsgruppe. Es sei aber noch weitere Forschung nötig.

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