«Kriegerlis»: War Einsatz der Polizei unverhältnismässig?
Aktualisiert

«Kriegerlis»War Einsatz der Polizei unverhältnismässig?

Die fünf Männer, die am Sonntag in Basel beim «Kriegerlis»-Spielen verhaftet wurden, wehren sich: Der Polizeieinsatz sei absolut übertrieben gewesen.

von
Denise Dollinger

«Wir waren gerade auf dem Erlenmattareal, um mit Soft-air-Guns zu trainieren, als plötzlich acht Polizisten mit vorgehaltener Waffe auftauchten», erzählt Gianni Cuzzucoli, einer der fünf verhafteten Männer. «Sie stürmten auf den Platz, zielten auf uns und schrien, dass wir an die Wand stehen sollen.» Seinen 10-jährigen Sohn hätten sie aus dem Auto gerissen. «Das war wie im Actionfilm. Dabei erklärten wir den Polizisten ständig, dass es sich bei unseren Waffen nur um Imitate handelt», so der 32-jährige Coiffeur. Die drei Italiener, der Spanier und der Dominikaner treffen sich regelmässig, um aufeinander zu ballern. So auch letzten Sonntag, als plötzlich die Polizei das Areal stürmte und die fünf abführte (20 Minuten berichtete).

Für das Areal haben die fünf 27- bis 35-jährigen Männer laut Cuzzucoli von der Polizei eine Bewilligung bekommen. Doch Polizeisprecher Klaus Mannhart wehrt ab: «Das stimmt nicht. Auf einem öffentlich zugänglichen Grund geben wir sicher keine Zusage für Kriegsspiele. Insbesondere nicht während der Baselworld.» Die Polizei bleibt ­deshalb hart. «Die Männer werden sich vor Gericht verantworten müssen», so Mannhart.

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