Korruptionsverdacht: War etwas faul mit den Olympia-Medaillen 2008?

Aktualisiert

KorruptionsverdachtWar etwas faul mit den Olympia-Medaillen 2008?

BHP, Edelmetalllieferant für die an den Olympischen Spielen in Peking verteilten Medaillen, soll an chinesische und ausländische Funktionäre Geschenke verteilt und sie unrechtmässig bewirtet haben.

Roger Federer und Stanislas Wawrinka hatten sich die Goldmedaille an den Olympischen Spielen 2008 in Peking ehr und redlich verdient. Ob es bei der Beschaffung der Medaillen mit rechten Dingen zu und her ging, wird untersucht.

Roger Federer und Stanislas Wawrinka hatten sich die Goldmedaille an den Olympischen Spielen 2008 in Peking ehr und redlich verdient. Ob es bei der Beschaffung der Medaillen mit rechten Dingen zu und her ging, wird untersucht.

Der australisch-britische Bergbaukonzern BHP Billiton wird möglicherweise wegen Korruptionsvorwürfen rund um die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking belangt. Die US-Behörden hätten die Grundlage dafür gelegt, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

BHP soll an chinesische und ausländische Funktionäre Geschenke verteilt und sie unrechtmässig bewirtet haben. BHP, Edelmetalllieferant für die bei dem Sportereignis verteilten Medaillen, hat in der Vergangenheit angegeben, alle massgeblichen Gesetze im Zusammenhang mit den Spielen eingehalten zu haben.

PHB kooperiert

BHP sei von der Börsenaufsicht SEC und dem US-Justizministerium über die Themen informiert worden, auf deren Basis Strafmassnahmen eingeleitet werden könnten. Die Gespräche dauerten an, das Unternehmen kooperiere voll und ganz mit den Ermittlern. Die SEC äusserte sich nicht zu den Ermittlungen.

Die SEC und das Ministerium ermitteln seit 2009 gegen BHP. Dabei geht es einerseits um Bergbau-Projekte, die inzwischen gestoppt wurden, andererseits um die Bewirtung von Funktionären im Umfeld der Olympischen Spiele.

Ölkonzern Total musste fast 400 Millionen Busse zahlen

2010 hatte das Unternehmen eingeräumt, möglicherweise gegen Anti-Korruptionsgesetze verstossen zu haben. Medienberichten zufolge steht das in Zusammenhang mit Zahlungen an kambodschanische Regierungsvertreter für ein Bauxit-Projekt, das BHP allerdings später aufgegeben hatte.

Die Strafen für eine Verletzung der US-Korruptionsgesetze hängen unter anderem davon ab, wie lange das Fehlverhalten andauerte und welchen Ausmass es hatte. So musste der französische Ölkonzern Total 398 Mio. Dollar zahlen, weil er neun Jahre lang insgesamt 60 Mio. Dollar Schmiergeld für Projekte im Iran gezahlt haben soll. (sda)

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